148 Firmen beim 19. Unternehmenstag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Karrieretag an der Hochschule : So war der Unternehmenstag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Beim 19. Unternehmenstag der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg präsentierten sich 148 Firmen. Ganz reibungslos lief es nicht: Aufgrund eines Feueralarms mussten Aussteller und Besucher das Gebäude räumen.

Früher musste jeder dorthin, heute werben ihre Vertreter um Mitarbeiter: die Bundeswehr. Ein großer Truck begrüßte Besucher und Teilnehmer vor dem Gebäude der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin. Diese hatte zum 19. Unternehmenstag eingeladen – „ein Erfolgsmodell“, wie Sascha Czornohus vom Vertriebszweig der Hochschule sagte. Darum fand die Karrieremesse für Studierende und Berufseinsteiger erstmals auch an zwei Tagen statt, wobei sich die 148 Unternehmen aller Größen und Branchen auf beide verteilten. Besonders freute sich die Hochschule über die Rekordzahl an Anmeldungen, die laut Pressesprecherin Eva Tritschler um 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen war.

An vielen Ständen waren nicht nur Unternehmensvertreter die Ansprechpartner, sondern auch Absolventen der Hochschule, so etwa beim Siegwerk, das insbesondere Praktikumsstellen im Angebot hatte. „Ich bin selbst Studentin der Hochschule und weiß, wie wichtig es ist, eine Praktikumsstelle zu bekommen“, sagte Alina von Martial, die zusammen mit Jana Rink am Stand des Siegburger Unternehmens die Studierenden beriet. Großes Interesse fand auch der Stand der RTL Mediengruppe. „Wir haben über 90 Stellen ausgeschrieben, suchen aber hier überwiegend nach Praktikanten und studentischen Aushilfen“, sagte Lisa Mönchen, die zusammen mit Nicole Pilorz am Messestand Rede und Antwort stand.

Farbtupfer setzten die Stände von Haribo und Lindt. Bereits seit mehr als fünf Jahren ist der nach Grafschaft umgesiedelte Bonner Gummibärchenhersteller auf dem Unternehmenstag vertreten. „Wir haben immer viele Bewerbungen nach der Messe“, sagte Lisa Paßmann, die zusammen mit Caroline Martens die Firma Haribo vertrat und Praktikums- und Trainee-Stellen im Angebot hatte. Lindt war das zweite Mal von Aachen nach Sankt Augustin gekommen. Personalreferentin Anna Küppers und Personalchef Dirk Ungnade hatten mit Max Reiners einen Auszubildenden zum Industriekaufmann als Ansprechpartner für die Studierenden mitgebracht. „Vergangenes Jahr haben wir eine Kandidatin eingestellt“, erzählte Küppers, die ebenfalls Trainee- und Praktikumsstellen anbot. „Wir haben schon einige interessante Gespräche geführt“, sagte sie.

Nicht nur Studierende und Besucher auf Jobsuche waren auf der Messe zu finden, sondern auch Politiker und Wirtschaftsförderer aus den Kommunen. Zusammen mit dem Präsidenten der Hochschule, Professor Harmut Ihne, besuchten sie auf einem Rundgang einzelne ausgewählte Stände. Dazu gehörte etwa die Chefkoch GmbH, die erstmals auf der Karrieremesse vertreten war. Marina Creutzberg stellte das Bonner Unternehmen vor. Als hundertprozentige Tochter der Gruner + Jahr GmbH betreibt Chefkoch.de seit 1998 das gleichnamige Kochportal. „Bei uns geht es immer ums Essen“, sagte Creutzberg und berichtete von der Eventküche, die das 110 Mitarbeiter zählende Unternehmen betreibt. Gesucht wurden vor allem Hochschul-Absolventen.

Feueralarm sorgt für Unterbrechung

Sichere Jobs und Beamtenlaufbahnen boten Behörden wie das Bundesverwaltungsamt, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, die Deutsche Post und die Bundeswehr. Letztere belegt laut Aussage der internen Karriere-Beraterin Monika Parschke-Götz selbst 24 Studienplätze im IT-Bereich in der Hochschule und ist seit 2014 immer auf der Messe vertreten. „Wir informieren über die zivile und militärische Berufslaufbahn“, sagte sie. Im vergangenen Jahr seien aus zehn Gesprächen zwei Einstellungen geworden. „Dies ist eine sehr schöne Veranstaltung“, so Parschke-Götz.

Gleich zu Beginn des Unternehmenstags gab es am Mittwochvormittag allerdings eine Unterbrechung. Aufgrund eines Feueralarms mussten gegen kurz vor 11 Uhr alle Aussteller und Besucher das Gebäude räumen. Er stellte sich später als Fehlalarm heraus. „Die Unterbrechung dauerte 30 bis 40 Minuten“, sagte Tritschler. Die Räumung sei vorbildlich verlaufen. „Es war kein technischer Defekt, jemand hat den Alarm ausgelöst“, so die Pressesprecherin.

In den vergangenen Jahren hatte es bereits zwei Mal jeweils kurz vor dem Unternehmenstag Alarm an der Hochschule gegeben: 2016 musste der Karrieretag aufgrund eines Buttersäure-Angriffs am Vorabend kurzfristig abgesagt werden. „Ich würde dazu erstmal keine Verbindung herstellen“, sagte die Pressesprecherin Auf den ersten Veranstaltungstag habe der Fehlalarm keine große Auswirkung gehabt. Eva Tritschler: „Es war proppenvoll.“