Handy am Steuer: Rhein-Sieg-Kreis verteilte deswegen 2812 "Knöllchen"

Handy am Steuer : Rhein-Sieg-Kreis verteilte deswegen 2812 "Knöllchen"

Immer häufiger kommt es zu Unfällen, weil Autofahrer während der Fahrt mit dem Handy hantieren. Dazu gibt es zwar noch keine statistischen Unfalldaten, aber die Verkehrspolizisten beobachten diesen Trend in der täglichen Arbeit.

Jetzt liegen die Zahlen aus Verkehrskontrollen im Rhein-Sieg-Kreis vor. Denn wenn während der Autofahrt das Handy klingelt oder eine SMS eingeht, ist die Versuchung groß, schnell einmal das Telefonat anzunehmen oder sogar eine Antwort auf die Kurznachricht auf dem Handy zu verfassen. Die Folgen sind Unachtsamkeit und Unkonzentriertheit im Straßenverkehr.

Im Jahre 2013 sind wegen des Telefonierens beim Autofahren mit einem Handy ohne Freisprecheinrichtung 2812 Ordnungswidrigkeitsverfahren durch das Straßenverkehrsamt des Rhein-Sieg-Kreises bearbeitet worden. Für die Betroffenen waren das teure "Telefonkosten".

Neben einer Geldbuße von 40 Euro gab es zudem einen Punkt in der Verkehrssünderkartei in Flensburg. "Mir fallen jeden Tag zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer mit einem Handy am Ohr auf. Dieser Leichtsinn gefährdet nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer unschuldiger Verkehrsteilnehmer", betont Kreisdirektorin Annerose Heinze.

Ab 1. Mai wird es für diese Verkehrssünder noch teurer. Dann müssen sie, wenn sie ein Handy ohne Freisprecheinrichtung während des Autofahrens nutzen, 60 Euro Bußgeld bezahlen und bekommen weiterhin zusätzlich einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Ab acht Punkten muss der Führerschein abgegeben werden.

Für die Unfallverursacher können aber auch weitere finanzielle Probleme hinzukommen. Nämlich dann, wenn der Versicherungsschutz wegen der Handynutzung während des Fahrens gefährdet ist. Auch Unfallbeteiligten, die nicht Verursacher eines Unfalls sind, kann eine Mitschuld zugesprochen werden, wenn sie gerade zu diesem Zeitpunkt mit dem Handy gespielt haben.

Mehr von GA BONN