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Verkehrskontrollen in der Region: Polizei sucht kreisweit nach Einbrechern

Verkehrskontrollen in der Region : Polizei sucht kreisweit nach Einbrechern

Jedes Jahr während der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche. Örtliche und überörtliche Einzeltäter oder Banden nutzen die Gelegenheit, Häuser und Wohnungen auszuräumen.

Das hiesige Autobahnnetz begünstigt eine rasche Flucht der Kriminellen über A 560, A 3, A 59 und A 61. Ein Großaufgebot von Beamten der Kreispolizeibehörde und des Polizeipräsidiums Bonn führte gestern an 16 Stellen in der Region Verkehrskontrollen durch, um möglichen Einbrechern auf die Schliche zu kommen.

"Wir sind auf eine interkommunale Zusammenarbeit angewiesen", sagte Landrat Sebastian Schuster, der mit der Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa an der B 56 in Hangelar die Aktion verfolgte. Im Visier hatten die Beamten laut Ralf Dittrich, Leiter Direktion Kriminalität der Kreispolizeibehörde, verstärkt überörtliche Täter, die in großen viertürigen Fahrzeugen oder Lieferwagen unterwegs sind.

Sowohl in Bonn als auch im Kreisgebiet sind die Einbrüche im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zu 2014 leicht zurückgegangen (im Kreis von 548 auf 486), erklärte Dirk Schuster, Leiter des Einbruchskommissariats Bonn. Das sagt laut Schuster und Brohl-Sowa aber nichts aus. In Bonn und dem Kreis lag der Schnitt im Sommer bei fünf Einbrüchen pro Tag, jetzt sei schon eine leichte Steigerung zu verzeichnen, so die Polizeichefs.

Gleich am ersten Kontrollpunkt an der Ausfahrt der A 555 in Bornheim klickten die Handschellen: Einen Beifahrer aus dem Ruhrgebiet suchte die dortige Polizei mit Haftbefehl - allerdings wegen Verkehrsdelikten, wie Polizeisprecher Frank Piontek dem GA sagte. Später richteten die Beamten eine Kontrollstelle an der Abfahrt der A 61 bei Heimerzheim ein. 38 Fahrzeuge und 21 Personen überprüften sie - entdeckten aber weder mögliches Diebesgut noch verdächtiges Werkzeug.

In den vergangenen vier Wochen habe es in Swisttal sechs Einbrüche gegeben - vier in Heimerzheim und je einer in Morenhoven und Buschhoven. "Das ist überschaubar", meinte Piontek. Die Erfahrung zeige aber, dass diese Zahl ab der ersten Oktoberwoche ansteige.