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Wohnbebauung in Niederkassel: Stadt Niederkassel schafft neuen Wohnraum

Wohnbebauung in Niederkassel : Stadt Niederkassel schafft neuen Wohnraum

Der Ausschuss beschließt die Offenlage der Bebauungspläne für drei neue Baugebiete mit 100 Wohneinheiten in Rheidt. Damit entstehen neben noblen und modernen Wohnungen direkt am Rhein auch ein Mehrgeschoss-Wohnungsbau an der Marktstraße und Ein- und Zweifamilienhäuser in lockerer Bauweise an der Litauer Straße.

Für gleich drei neue Baugebiete in Rheidt beschloss der Niederkasseler Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss die Offenlage der jeweiligen Bebauungspläne. Damit entstehen neben noblen und modernen Wohnungen direkt am Rhein auch ein Mehrgeschoss-Wohnungsbau an der Marktstraße und Ein- und Zweifamilienhäuser in lockerer Bauweise an der Litauer Straße.

Zwei Geschosse und ein Staffelgeschoss werden die vier Gebäude direkt hinter dem Rheindeich in Rheidt zwischen der Oldenburgischen- und der Brandenburgischen Straße haben. Trotz zahlreicher Einwände, insbesondere der Nachbarn in zweiter Reihe, während der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, beschloss der Ausschuss einstimmig die Offenlage des geänderten Bebauungsplanes, zu dem nochmals Einwände gegen die Baumaßnahme formuliert werden können.

Neben den vier Gebäuden soll auf den 6390 Quadratmetern eine Tiefgarage mit 30 bis 32 Stellplätzen sicherstellen, dass die Fahrzeuge der 24 Wohneinheiten untergebracht werden können. Für die Besucher soll es zusätzliche Parkplätze geben. Erschlossen wird das gesamte Grundstück über die Oldenburgische Straße und die Bonner Straße. Eigens eingeschaltete Verkehrsplaner hätten nachgewiesen, dass die Erschließung so funktioniert, sagte die Verwaltung.

Die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage sei angesichts der parallel verlaufenden zwei Fahrspuren gleichzeitig möglich, erläuterte das beauftragte Troisdorfer Architekturbüro Markus Kuth im Ausschuss. Vier Bäume rund um den Kleinkinderspielplatz und acht weitere Bäume sollen gepflanzt werden.

Kein sozialer Wohnungsbau

Wesentlich dichter wird die Bebauung an der Nibelungenstraße/Ecke Markstraße sein. Sieben Häuser mit insgesamt 57 Wohneinheiten sind geplant. Schon im März 2016 sei der Aufstellungsbeschluss für die Bebauungsplanänderung gefasst worden, erläuterte der Technische Beigeordnete Helmut Esch. „Wir kommen mit der Wohnbebauung sehr nahe an das bestehende Gewerbegebiet heran und mussten deshalb ein Gutachten erstellen“, erläuterte Esch die zeitliche Verzögerung. Einer Anregung, die Häuser im Innenbereich nur zweigeschossig mit Staffelgeschoss zu bauen, folgte die Verwaltung.

Sozialen Wohnungsbau soll es nach aktuellen Plänen dort nicht geben, er sei jedoch an dieser Stelle möglich, führte Esch aus. Auch dort wird eine Tiefgarage mit 82 Stellplätzen entstehen. Von ihr aus sind alle Häuser per Aufzug barrierefrei erreichbar. Zudem gibt es noch mal 17 oberirdische Plätze. „Eine Quote von 1,7 Stellplätzen pro Wohnung kommt jedenfalls näher an die Realität heran, als es das Gesetz vorsieht“, lobte der CDU-Fraktionsvorsitzende Marcus Kitz die Pläne.

Aufgelockert und hochwertig soll die Bebauung an der Litauer Straße werden. Nur Ein- oder Zweifamilienhäuser sind dort auf einer Grundstücksfläche von mindestens 500 Quadratmetern zugelassen. Das Baugebiet ist insgesamt 5000 Quadratmeter groß. Erschlossen wird das Baugebiet von der Litauer Straße und der Bahnhofstraße. In dem allgemeinen Wohngebiet könne auch nicht störendes Gewerbe angesiedelt werden.