Strandfest in Mondorf: Sommer und Sonne, Strandgefühle

Strandfest in Mondorf : Sommer und Sonne, Strandgefühle

Kirmeswetter oder vielmehr Strandwetter begrüßte die Besucher des Strandfestes am Mondorfer Rheinufer. Möglicherweise war das auch ein Grund dafür, dass sich fast der komplette neue Stadtrat um den Bierstand der Pfingstfest GbR versammelte.

Dass zudem auch die beiden Landratskandidaten Sebastian Schuster (CDU) und Dietmar Tendler (SPD) den Weg nach Mondorf fanden, liegt auf der Hand, denn sie müssen sich bis zur Stichwahl am 15. Juni überall dort sehen lassen, wo viele Menschen sind, und die gab es am Mondorfer Strand.

Helene Fischer tönte aus den Boxen, "Das ist unser Tag", während Bürgermeister Stephan Vehreschild in bester Laune den Hammer schwang, um offiziell das erste Fass anzustechen und die Party, die in diesem Jahr zum 80. Mal stattfand, zu eröffnen. "Das 80. Strandfest ist etwas Besonderes", stellte der frisch wiedergewählte Bürgermeister fest. Auch besonders sei, dass beide Landratskandidaten in Mondorf zu Gast seien. So ganz einfach war der Abend jedoch nicht für die beiden, denn sie mussten nicht nur dem Bürgermeister beim Fassanstich assistieren, sondern auch ein neues Fahrgeschäft - die Raupe mit dem Namen "Music Express" testen.

Der Kommentar des SPD-Kandidaten nach der Berg- und Talfahrt: "Linksaußen war diesmal nicht der beste Platz", denn er musste - der Fliehkraft geschuldet - das Gewicht von Vehreschild und Schuster aushalten. Dennoch: Die gute Laune blieb, und der Start des traditionellen Pfingstfestes an der Rheinpromenade war gelungen. Grund zum Strahlen gab es da auch für den Organisator der bunten Show am Rhein, Hans-Georg Florin. Seit 30 Jahren ist er für die Organisation verantwortlich. Mit im Boot sind die Pfingstfest GbR, bestehend aus dem Turn- und Spielverein (TuS) Mondorf, dem Förderverein des TuS Mondorf und dem Männergesangverein. Die Schausteller, die in diesem Jahr mit einigen neuen Fahrgeschäften für den entsprechenden Kick sorgten, koordiniert Peter Barth auch bereits seit 20 Jahren. Das Fest mit der langen Tradition wurde 1934 erstmals an Pfingsten und am Rheinufer gefeiert. Damals brauchte man eine neue Kirchenglocke und das Fest sollte das Geld dazu in die Kirchenkasse spülen.

Die Pause im Krieg war nur kurz und in der Nachkriegszeit übernahmen dann die Wirte im Ort die Organisation der Traditionskirmes, erzählt Florin, der selbst bereits eine lange Ära des Engagements für das Strandfest hinter sich hat, dem GA. Das Fest sei von Jahr zu Jahr gewachsen, lediglich die letzten Jahre sei es nicht mehr größer geworden - der Platz reicht nicht aus. Die Umbauarbeiten an der Rheinpromenade vor drei Jahren mussten auch den Bedürfnissen der Budenbesitzer und Schausteller entsprechen, denn nur sie sorgten auch in diesem Jahr mit bunten Lichtern, Musik und Leckereien dafür, dass die Besucher die lauen Sommerabende in Kirmesatmosphäre genießen konnten. Höhepunkt war das große Feuerwerk am Samstagabend über dem Rhein.

Mehr von GA BONN