Prozess am Bonner Landgericht: Räuber nahm 33-Jährigem den Glücksspielgewinn ab

Prozess am Bonner Landgericht : Räuber nahm 33-Jährigem den Glücksspielgewinn ab

Über seinen Gewinn aus dem Glücksspielautomaten konnte sich ein 33-Jähriger aus Mondorf am 2. November 2013 nicht lange freuen: Er hatte die Kneipe mit den 500 Euro kaum verlassen, da wurde ihm das Geld geraubt. Nun hat die Staatsanwaltschaft einen Troisdorfer angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schwere räuberische Erpressung und gefährliche Körperverletzung vor.

Was der 33-Jährige nicht ahnte, als er am Automaten spielte: Er wurde beobachtet. Und als er die Gaststätte verließ, so die Ermittler, folgte ihm der 22-Jährige. Und plötzlich blickte der 33-Jährige auf eine schwarze Pistole.

Mit der bedrohte der 22-Jährige laut Anklage sein Opfer und forderte das Geld. Aus Angst gab ihm der 33-Jährige die 500 Euro. Das aber soll den 22-Jährigen trotzdem nicht davon abgehalten haben, tätlich zu werden: Laut Anklage versetzte er seinem Opfer einen so kräftigen Schlag auf den Kopf, dass der 33-Jährige eine Platzwunde an der Stirn erlitt, die mit mehreren Stichen genäht werden musste.

Der 22-Jährige machte sich aus dem Staub - und wurde schnell gefasst: Das Opfer erkannte seinen Angreifer laut Anklage bei einer Wahllichtbildvorlage wieder. Bisher hat der 22-Jährige zu den Vorwürfen geschwiegen. Er stand zur Tatzeit unter Bewährung.

Denn im Oktober 2012 hatte ihn das Amtsgericht Siegburg unter anderem wegen Raubes zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Demnächst muss er sich vor dem Bonner Landgericht verantworten