Unfall auf der Uckendorfer Straße: Mann überschlägt sich mit Auto und flüchtet

Unfall auf der Uckendorfer Straße : Mann überschlägt sich mit Auto und flüchtet

Erst verunglückt er mit seinem Wagen, dann flüchtet er vom Unfallort und löst so eine große Suchaktion aus, bis er schließlich einige Kilometer entfernt von der Polizei aufgegriffen wird: Ein Ranzeler hat vergangene Nacht die Einsatzkräfte ganz schön auf Trab gehalten.

Ein Autofahrer aus Ranzel hat am späten Samstagabend auf der Uckendorfer Straße in Richtung Troisdorf-Spich die Kontrolle über seinen Nissan Micra verloren und ist in ein Feld gerast. Dort überschlug sich das Fahrzeug und blieb schließlich auf dem Dach liegen.

Ein zufällig vorbei kommendes Ehepaar bemerkte den verunglückten Wagen und stoppte, um dem 34-Jährigen zu helfen. Wie der Zeuge vor Ort mitteilte, war er zu dem Wagen gerannt und hatte die Türe geöffnet. Darin fand er den Fahrer des Kleinwagens sowie einen Hund.

Es gelang dem Ersthelfer, den Verunglückten aus dessen Wagen zu ziehen. Anschließend rannte der Helfer zu seinem Auto, um seinen Erste-Hilfe-Kasten zu holen und die Rettungskräfte zu verständigen. Als er nur kurz darauf zu dem Verunglückten zurückkehrte, war dieser weg.

Feuerwehr und Polizei rückten schließlich mit einem Großaufgebot zu dem Unfallort aus. Mit großen Scheinwerfern wurde das etwa sechs Fußballfelder große Areal ausgeleuchtet, um den verunglückten Mann und dessen Hund suchen zu können.

Wie der Zeuge mitteilte, hatte der Micra-Fahrer offenbar Alkohol getrunken. Ob er deshalb aus Angst vor der Polizei oder unter Schock flüchtete, war zunächst nicht klar.

Auch Hubschrauber im Einsatz

Die Rettungskräfte suchten bis in die Nacht fieberhaft in dem Feld mit hüfthohen Gras nach dem Mann, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass er sich bei dem Unfall verletzt hatte und Hilfe benötigte. Dazu setzte die Feuerwehr unter anderem Wärmebildkameras und einen Hubschrauber ein. Die Suche blieb zunächst jedoch ohne Erfolg.

Zunächst war geplant, auch einen Suchhund einzusetzen. Da jedoch nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Hund des Verunglückten frei herumlaufen und den Polizeihund angreifen könnte, wurde dieser Plan wieder verworfen.

Wie sich schließlich herausstellte, war der 34 Jahre alte Mann samt Hund zu Fuß zu seiner Wohnanschrift in Ranzel gelaufen. Kurz davor konnte er von der Polizei aufgegriffen werden. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Ihm droht nun ein Strafverfahren.

Insgesamt waren 14 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Dazu kamen mehrere Polizisten sowie zwei Rettungssanitäter. Die L 269 war in dem Bereich bis in die Nacht hinein komplett gesperrt.

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