Weihnachtswunschbau-Aktion: 300 bunte Päckchen für bedürftige Kinder

Weihnachtswunschbau-Aktion : 300 bunte Päckchen für bedürftige Kinder

An dem riesigen Weihnachtsbaum, an dem noch vor wenigen Wochen 300 Wunschkarten von Niederkasseler Kindern baumelten, hängen jetzt Dankeskarten zwischen dem Baumschmuck.

Zum zehnten Mal sorgte damit die Weihnachtswunschbaum-Aktion dafür, dass es an Heiligabend unter den Bäumen der Familien, die kein Geld für Weihnachtsgeschenke haben, bunte Päckchen geben wird und dass Wünsche wahr werden.

Obwohl es in diesem Jahr rekordverdächtige 300 Wunschkarten waren, die den Baum zierten, waren alle nach gut zwei Wochen abgepflückt und damit die entsprechenden Aufträge an die Weihnachtsmänner und -frauen - sprich die Niederkasseler Bürger - verteilt. Auch 50 Flüchtlingskinder sind unter den Beschenkten. Die Fäden der Aktion liefen im Rathaus zusammen und dort insbesondere bei Ruheständlerin Karin Haase.

Besonders häufig standen Puppen aller Art, ferngesteuerte Autos und Fußballschuhe auf der Wunschliste an das Christkind. Erfüllt wurden diese Wünsche von den Niederkasseler Bürgern, die teilweise schon zur Stammkundschaft zählen. "Viele der Spender sind schon jahrelang dabei", erinnert sich die Beigeordnete Mechthild Schlösser-Macke.

Auch sie wird Ende Februar ihren Ruhestand antreten und signalisierte bereits, dass sie ebenso wie Karin Haase, die einst im Beigeordnetenvorzimmer arbeitete, weitermachen wird mit der Geschenaktion. "Ich habe Frau Schlösser-Macke mehrfach im Rathaus außerhalb der Arbeitszeiten bei der Buchführung gesehen", berichtet Bürgermeister Stephan Vehreschild von dem Engagement seiner Mitarbeiter. Gleiches gelte für Christina Bergmann, die die Aktion für das Jugendamt betreut.

Mit dabei waren auch Iris Bracklow und Birgit Nolting, die stundenlang eingepackt und verteilt haben. Neben den Wunschartikeln, die von den Spendern gekauft wurden, gab es auch noch Geldspenden in Höhe von 1800 Euro, von denen Stifte, Mäppchen und Ersatzbatterien gekauft wurden. Für die Kinder, bei denen nur Kleidung auf der Wunschkarte stand, konnte mit diesem Geld noch ein kleines Spielzeug in die Tüte gepackt werden. Jetzt muss nur noch verteilt werden.

Das Sozialamt wird die vielen Kartons und Tüten an seine Klientel, unter anderem auch die Flüchtlinge, ausgeben. Das Jugendamt ist für die Kinder in den Schulen zuständig, und die Kitas kommen selbst im Rathaus vorbei, um ihre Geschenke abzuholen. "Eine beachtliche logistische Leistung der beteiligten Mitarbeiter, die jedes Jahr aufs Neue gemeistert wird", dankte der Bürgermeister.