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Wildkatze in Eitorf: Entlaufener Serval soll an Zoo vermittelt werden

Besitzer der Wildkatze weiter unbekannt : Entlaufener Serval aus Eitorf soll an Zoo vermittelt werden

Die Besitzer des entlaufenen Servals aus Eitorf können wohl auch in Zukunft nicht ermittelt werden. Entgegen erster Annahmen ist die Wildkatze nicht gechipt. Nun will der Rhein-Sieg-Kreis das Tier an einen Zoo vermitteln.

Knapp drei Wochen sind vergangen, seit der entlaufene Serval im östlichen Rhein-Sieg-Kreis eingefangen worden ist. Nun gab die Kreisverwaltung bekannt, dass die Besitzer der Wildkatze wohl nicht ermittelt werden können. Denn: Entgegen erster Annahmen ist der Serval nicht gechipt. „Das bedeutet, dass wir auf diese Weise keine Besitzer ermitteln können“, sagt Kreissprecher Antonius Nolden. Weil die Halter sich zudem nach wie vor nicht beim Kreis gemeldet haben, gebe es momentan keine Möglichkeit, das Tier in sein ursprüngliches Zuhause zurückzubringen.

Seit dem 10. Januar befindet sich der Serval in einer privaten Auffangstation im Rhein-Sieg-Kreis. Die Verwaltung geht aktuell nicht davon aus, dass sich der Besitzer noch meldet. Deswegen bemüht sich jetzt das Amt für Umwelt- und Naturschutz, die Wildkatze anderweitig zu vermitteln. „Vorzugsweise an einen Zoo“, sagt Nolden.

Weil sich im Dezember Personen aus dem Kreis mit einer „Vermisstenanzeige“ an das Kölner Suchhundezentrum gewandt hatten, galten diese zunächst als potenzielle Eigentümer. Nun steht allerdings fest, dass es sich bei ihnen nicht um die Halter des gefundenen Tieres handeln kann. Wie Ralf Hölz, Mitgründer der Einrichtung, auf Nachfrage mitteilt, war die Wildkatze dieser Personen etwa vier Jahre alt, kastriert und gechipt. Weil der Anfang Januar eingefangene Serval keinen Chip aufweist, könne es sich zweifelsfrei nicht um dasselbe Tier handeln.

Der Serval war seit Mitte Dezember rund um Eitorf unterwegs. Das Suchhundezentrum fing das Tier schließlich mit einer Lebendfalle in einem Garten in Hennef ein. Nach wie vor nicht bestätigte Annahmen gehen davon aus, dass die Wildkatze von einer Privatperson südlich der Sieg in Eitorf gehalten wurde. Wie der Kreis allerdings bereits Anfang Januar mitteilte, ist und war in der Gemeinde seit zwei Jahren kein Serval gemeldet.

Die Herkunft des Tieres bleibt demnach ungeklärt. Es war indessen nicht das erste Mal, dass ein Serval im Rhein-Sieg-Kreis ausgebrochen ist. Bereits im August 2017 entlief eine Wildkatze in der Region. Dies meldeten die Besitzer damals ordnungsgemäß. Der Verbleib dieses Servals ist unklar. Ein Zusammenhang mit dem Fall in Eitorf besteht laut Kreisverwaltung allerdings nicht. Ob es die damaligen Halter sind, die sich nun im aktuellen Fall an das Suchhundezentrum wandten, konnte bislang nicht bestätigt werden.