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Nach Zeugensuche: 20-Jähriger gesteht Brandstiftung in Lohmar

Außenbereich der „Villa Friedlinde“ : 20-Jähriger gesteht Brandstiftung in Lohmar

Eine überdachte Sitzgruppe im Park am städtischen Begegnungszentrum „Villa Friedlinde“ in Lohmar hat am Dienstagabend gebrannt. Einer der Tatverdächtigen hat nun gestanden, den Brand verursacht zu haben.

Am Dienstagabend hat es gegen 20.45 Uhr in einem Park am städtischen Begegnungszentrum „Villa Friedlinde“ in Lohmar gebrannt. Eine überdachte Außensitzgruppe hatte Feuer gefangen. Sie wird seit Jahren als Generationentreff und überwiegend von Jugendlichen genutzt.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, geht sie aktuell von Brandstiftung aus. Zwei junge Männer sollen dabei beobachtet worden sein, wie sie auf dem Holztisch mit Feuer und Papier hantierten und den Tisch in Brand setzten.

Am Donnerstag teilte die Polizei dann mit, dass beide Männer identifiziert werden konnten. Mithilfe von Zeugenangaben und Überwachungsbildern konnten ein 20-jähriger Mann aus Lohmar als Haupttäter und ein 16-Jähriger aus Hennef identifiziert werden. Der 16-Jährige war laut der Polizei nicht aktiv an der Brandstiftung beteiligt, verhinderte sie aber auch nicht.

Der 20-Jährige ist bereits mehrfach polizeilich „wegen Eigentumsdelikten und Sachbeschädigung“ aufgefallen. Gegenüber den Kripoermittlern gab er die Tat zu. Sein Motiv ist noch unklar. Er ist nun Beschuldigter in einem Strafverfahren wegen Sachbeschädigung durch Feuer.

Wie die Feuerwehr dem GA vor Ort mitteilte, hatten die hölzerne Tischgruppe sowie das Überdach und die Fassade des Anbaus, auf den das Feuer übergegriffen hat, gebrannt. Dabei seien mehrere große Scheiben des Anbaus geplatzt.

Die Lohmarer Feuerwehrleute hatten den Rauch im Park an der Villa bemerkt, als sie auf dem Rückweg von einem Tiernot-Einsatz auf einem Lohmarer Weiher waren. Bis zum Eintreffen der Löschfahrzeuge wurde das Feuer mit zwei Handlöschern in Schach gehalten und so eine Ausdehnung verhindert. Der Schaden wird auf mehr als 20.000 Euro geschätzt.