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Feuerwehreinsatz in Lohmar-Donrath: Fässer mit Altöl drohten auszulaufen

Feuerwehreinsatz in Lohmar-Donrath : Fässer mit Altöl drohten auszulaufen

Die Feuerwehr ist am Mittwochabend zum Gelände eines ehemaligen Sägewerks in Lohmar-Donrath gerufen worden. Ein Anwohner hatte befürchtet, dass dort mehrere Fässer mit Altöl ausgelaufen sein könnten.

Ein verheerender Brand hatte in der Nacht zum 20. Dezember 2009 der Firmengeschichte des Sägewerks Oleschkowitz in Lohmar-Donrath ein abruptes Ende gesetzt. Das Feuer, das in der Holzhandlung des Betriebes ausgebrochen war, beschäftigte bis zum darauffolgenden Vormittag ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten aus dem gesamten Stadtgebiet sowie das Siegburger THW. Seitdem liegt das Gelände brach. Zurück blieb nur eine Brandruine — und offenbar einige Altlasten, mit denen sich am Mittwochabend (zunächst) die Lohmarer Feuerwehr befassen musste.

Ein Anwohner hatte nach eigener Schilderung am Ort einen lauten Knall gehört. Ursächlich waren Gebäudeteile der Brandruine gewesen, die nach dem Unwetter der vergangenen Tage herabgestürzt waren. Weil der Mann wusste, dass unter dem Schutt nach wie vor zahlreiche Fässer mit Altöl sowie Imprägniermittel lagern und er ein Austreten befürchtete, rief er die Wehrleute.

Die konnten jedoch laut Feuerwehrpressesprecherin Ella Neufeld vorerst nur feststellen, dass keine Gefahr im Verzug vorlag. Augenscheinlich zumindest war kein Ölaustritt festzustellen. Betreten konnten sie die Ruine wegen Einsturzgefahr aber nicht. Am heutigen Donnerstag soll es laut Neufeld deshalb einen Ortstermin geben, an dem unter anderem Vertreter der unteren Wasserbehörde und der Grundstückseigentümer teilnehmen werden. Möglicherweise wird dann entschieden werden, dass die Ölfässer — laut dem Anwohner mindestens acht Stück — freigelegt und geborgen werden müssen. Denn die Agger verläuft Luftlinie nur etwa 100 Meter entfernt. Auch der Grundwasserspiegel liegt nicht tief.

Das Gelände des ehemaligen Sägewerks beschäftigt momentan auch die Lohmarer Politik. Ein Investor möchte dort mehrere Wohnhäuser sowie einen Supermarkt errichten. Der Stadtrat befürwortet das Vorhaben und hat deshalb bereits ein beschleunigtes Verfahren zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplans auf den Weg gebracht. Auf eine Umweltprüfung würde dabei nach dem Willen des Rats nach einer Ausnahmeregelung des Baugesetzbuch ausnahmsweise verzichtet. Das Verfahren zur Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden, die diesem Wunsch widersprechen könnten, läuft jedoch morgen erst an.