Hermann-Weber-Bad: Acht Millionen Euro für Schwimmbadsanierung in Eitorf

Hermann-Weber-Bad : Acht Millionen Euro für Schwimmbadsanierung in Eitorf

Gemeinde Eitorf investiert rund acht Millionen Euro ins Hermann-Weber-Bad. Die Becken erhalten neue Fliesen. Neben einem neuen, großzügiger gestalteten und behindertengerechten Eingangsbereich werden auch die Umkleidekabinen erneuert. Eröffnung ist im Oktober geplant.

Kabel hängen von der Decke, und der Keller ist nur mit Baustellenlampen beleuchtet. Die Katakomben des Eitorfer Hermann-Weber-Bades haben schon bessere Zeiten gesehen. Schäden am Beton und der Rost, der sich durch Stahlträger gefressen hat, haben ihre Spuren hinterlassen. Feuchtigkeit und Chlor haben auch Wände und Decken unterhalb der Schwimmbecken in Mitleidenschaft gezogen. Für Eitorf Grund genug zu handeln. Seit Herbst vergangenen Jahres laufen die Sanierungsarbeiten in dem beliebten Bad, das 1971 erbaut und im Jahr 2000 erweitert wurde, auf Hochtouren.

Rund acht Millionen Euro investiert die Gemeinde in die Sanierung des Bades, das jährlich von 75 000 Gästen, darunter auch viele Hennefer, besucht wird. Für die Arbeiten können Fördermittel in Höhe von 3,2 Millionen Euro eingeplant werden, die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Verfügung gestellt werden. „Wir liegen voll im Zeitplan, und auch bei den errechneten Kosten wird sich nichts ändern“, sagte Eitorfs Bürgermeister Rüdiger Storch bei einem Gang über die Baustelle.

„Erneut wird es unsere Gemeinde schaffen, dass es bei einem Projekt der öffentlichen Hand nicht zu Kostensteigerungen kommt“, ergänzte der Erste Beigeordnete Karl-Heinz Sterzenbach. Zu tun gibt es allerdings einiges, damit die Freizeitschwimmer und Schulklassen ab Oktober das Bad wieder nutzen können. Der arg sanierungsbedürftige Keller erhält neuen Beton und Stahlträger, die Lüftungszentrale wird vom Keller auf das Dach des Bades umziehen, das ebenfalls erneuert wird.

Gastronomiebereich inklusive Biergarten soll entstehen

Axel Bösinghaus, der für die Gemeinde das Bad leitet, erhält dafür im Keller ein eigenes Büro, die Wasseraufbereitungsanlage bleibt ebenfalls unterirdisch. Neben einem neuen, großzügiger gestalteten und behindertengerechten Eingangsbereich werden auch die Umkleidekabinen erneuert. „Die Außenfassade hätten wir ja gern so gelassen, allerdings werden diese Profile nicht mehr hergestellt“, sagte Rainer Quermann, Architekt der Monte Mare GmbH, deren Fachteam viel Erfahrung für die Sanierung mitbringt. So erhält das Bad auch von außen ein neues Gesicht, und zwar anthrazitfarben.

Natürlich muss auch an den Becken einiges gemacht werden. Die alten Fliesen sind bereits abgeschlagen. Eigentlich sollten so viele wie möglich wieder genutzt werden, allerdings sind die Fliesen nicht rutschfest genug und müssen laut Quermann ebenfalls erneuert werden. Auch die beliebte Rutsche inklusive Turm wird saniert, und an der Stelle des bisherigen Bistros soll ein neuer Gastronomiebereich inklusive Biergarten entstehen. „Dafür suchen wir derzeit einen neuen Pächter“, sagte Sterzenbach. Die Eintrittspreise von bisher vier Euro für eine Tageskarte sollen sich nach dem Umbau laut Sterzenbach nur moderat erhöhen.