Vermisste Frau von Schlagersänger Andreas M.

Tote aus Wald bei Neunkirchen-Seelscheid ist Juliana M.

Neunkirchen-Seelscheid. Die Identität der am Sonntag entdeckten Leiche bei Neunkirchen-Seelscheid ist geklärt: Es handelt sich um die seit Juni vermisste Juliana M. Laut Polizei wirft die Todesursache weitere Fragen auf.

Gegenstände, die die Polizei bei der Frauenleiche in dem Waldstück bei Neunkirchen-Seelscheid gefunden hatte, deuteten bereits daraufhin, nun ist es traurige Gewissheit. Bei der Toten handelt es sich um die seit Juni vermisste Ehefrau des Schlagersängers Andreas M., Juliana M. Das hat die Obduktion des Leichnams ergeben, wie die Kreispolizeibehörde mitteilte.

Die 63-Jährige hatte nach Auskunft ihres Mannes am 15. Juni zu Fuß das Haus verlassen und war nicht mehr zurückgekehrt. Mehrfach hatte die Polizei mit Hubschrauber und Beamten die Waldgebiete rund um die Wahnbachtalsperre abgesucht, zuletzt Ende Juli - ohne Erfolg.

Wie berichtet, hatten schließlich Spaziergänger die Leiche am Sonntag in einem schwer zugänglichen Waldstück zwischen Wolperath und Remschoß entdeckt.

Todesursache nicht abschließend geklärt

Die Untersuchungen zur Todesursache sind laut Polizei noch nicht abgeschlossen, jedoch konnten die Mediziner keine Hinweise auf eine äußere Gewalteinwirkung feststellen. „Wir müssen zunächst die abschließenden Ergebnisse der Obduktion abwarten“, sagte Burkhard Rick, Sprecher der Kreispolizeibehörde. Befunde, etwa der toxikologischen Untersuchung, stünden noch aus.

Wie bereits berichtet, ging die Polizei bereits kurz nach dem Fund der Leiche davon aus, dass die Tote schon mehrere Wochen oder sogar Monate in dem unzugänglichen Waldstück gelegen haben musste. Dass sie überhaupt gefunden wurde, ist dem Umstand zu verdanken, dass am Sonntagnachmittag Spaziergänger mit ihrem Hund in dem abgelegenen Waldstück unterwegs waren. Als sich der Hund ein paar Hundert Meter in den Wald zurückzog und auffällig verhielt, sahen die Halter nach und entdeckten die menschliche Leiche. Sie informierten sofort die Polizei.

Fundort liegt tief im Wald

Der Fundort ist so tief im Wald, etwa zwei Kilometer von der Hennefer Straße, das ist die Landstraße 352 zwischen Wolperath und Remschoss in Richtung der Wahnbachtalstraße, dass dort nicht sehr viele Spaziergänger vorbei kommen. Falls es sich tatsächlich um die vermisste Remschosserin handele, so der Polizeisprecher, dann sei die Entfernung vom Wohnort etwa ein bis zwei Kilometer.

Bereits Ende Juli hatten sich Zeugen gemeldet, die von einem leblosen Körper in der Wahnbachtalsperre berichteten. Daraufhin hatte es damals einen großangelegten Einsatz mit Hubschrauber, Booten und Tauchern gegeben. Es wurde aber niemand gefunden. Die Suche wurde eingestellt. Seitdem hatte es keine Bewegung mehr in der Vermisstensache von Juni gegeben.

Das Alter der Verstorbenen ist 63 nicht 64 Jahre, wie zunächst berichtet. Die Polizei korrigierte ihre Angabe, nachdem sich herausstellte, dass Juliana M. offenbar bereits vor ihrem 64. Geburtstag verstorben war.