1. Region
  2. Sieg & Rhein
  3. Hennef

Voller Glascontainer: Darf ich meine Flaschen einfach daneben stellen?

Remondis gibt Tipps : Darf ich meine Flaschen neben den Glascontainer stellen?

Nur mal eben schnell Altglas wegbringen und dann ist der Container voll? Das ist kein seltener Fall, so auch vor wenigen Tagen in Hennef. Das Unternehmen Remondis erklärt, wieso nicht jeder auf den ersten Blick volle Container das auch wirklich ist und erklärt, was nicht erlaubt ist.

Wer kennt es nicht? Endlich denkt man daran, das Altglas von Zuhause mitzunehmen, steht vor den Entsorgungscontainern und dann ist alles voll. Manchmal häufen sich sogar schon Flaschenberge neben den Glascontainern. Besonders nach den Weihnachtsfeiertagen und nach dem Jahreswechsel war das kein seltenes Bild.

Anfang dieser Woche erreicht unsere Redaktion der Hinweis, dass bei den Glascontainern an der Bonner Straße in Hennef genau das der Fall sei. Fotos, die am vergangenen Dienstag entstanden, zeigen unter anderem Gläser, die bereits aus der Einwurföffnung überfüllter Container herausgucken und Berge an Glasflaschen daneben.

In der Region ist das Unternehmen Remondis für das Leeren von Glascontainern zuständig. Laut GA-Informationen sei speziell die Entsorgungsstation an der Bonner Straße bereits seit den Weihnachtsfeiertagen durchgehend überfüllt gewesen.

Auf GA-Anfrage stellt Nicolas Müller, Chef der Remondis-Niederlassung in Bonn, aber klar, dass der Container bereits am 3. Januar und am 7. Januar geleert worden sei. Dass es eine Beschwerde für diese Entsorgungsstation gegeben hat, wundere ihn. „Vor allem nach dem Jahreswechsel entsteht viel Altglas und wir fahren die Glascontainer vermehrt an. Es ist aber für uns schwer einzuschätzen, welche jetzt genau vermehrt genutzt werden“, erklärt Müller.

Wieso Glascontainer voll scheinen - es aber nicht sind

Manchmal, so Müller, stellen Leute ihr Altglas einfach neben die Container ohne zu prüfen, ob darin noch Platz ist. Andere, die danach kommen, tun es ihnen gleich. So entstehe ein Flaschenberg neben den Containern, ohne dass diese voll sind.

„Ein anderer Grund ist, dass die Container manchmal nur von einer Seite genutzt werden. Dann entsteht ein schräger Schüttkegel“, sagt Müller. Damit ist gemeint: Glascontainer haben auf zwei Seiten eine Einwurföffnung. Wenn eine dieser Seiten mehr genutzt wird als die andere, häuft sich dort das Glas zu einem höheren Turm - oder „Schüttkegel“ - an und der Container ist nach Augenschein bereits gut gefüllt. Auf der weniger genutzten Seite hingegen ist noch Platz.

Anwohner können Remondis über volle Glascontainer informieren

Sollte es aber wirklich so sein, dass ein Glascontainer voll ist, gibt es einen einfachen Weg, Remondis zu informieren. Das geht per Telefon unter der Rufnummer 0228 - 7666777 oder per Mail an vertrieb.bonn@remondis.de. „Wir sind dann sehr bemüht, alles abzufahren“, sagt Müller.

Falsch sei es, sein Altglas neben die Glascontainer zu stellen. „Das ist rein offiziell nicht erlaubt“, erklärt Müller. Neben der Umweltverschmutzung kommt hier noch die mögliche Gefährdung durch Scherben auf den anliegenden Straßen und Wegen dazu. Man müsse sein Glas wieder mitnehmen oder es bei einer anderen Entsorgungsstation versuchen, so Müller.

Das neben die Container gestellte Glas sei außerdem Extraarbeit für Remondis und koste Zeit. Die Arbeiter müssen die Flaschen dann erst einwerfen und danach dann den Container leeren.

Der Glascontainer an der Bonner Straße sei am vergangenen Dienstag vermutlich kurz nach Entstehung der Fotos geleert worden, erklärt Müller. Er habe an diesem Freitag extra einen Fahrer zu der Entsorgungsstation geschickt, um den aktuellen Stand zu überprüfen. Ergebnis: keine nebenstehenden Flaschen und in den Containern war auch noch Platz.