Hagelkörner durchlöcherten Kunststoffdächer der Carports: Teichfest in Heisterschoß verschoben

Hagelkörner durchlöcherten Kunststoffdächer der Carports : Teichfest in Heisterschoß verschoben

Eigentlich wollte der Heimat- und Verschönerungsverein Heisterschoß am vergangenen Wochenende einen neuen Carport einweihen, der neben der Weinterrasse am idyllischen Teich aufgestellt worden war. Der Verein hatte dafür sogar einen Zuschuss über 1500 Euro von der Hennef-Stiftung erhalten. Er sollte den bereits aufgestellten Carport auf der anderen Seite des Teiches ergänzen, um den Gästen bei Festivitäten Schutz vor Regen zu bieten.

Nun dürfte es durch die gewellten PVC-Dächer allerdings durchregnen. Hagelkörner, die laut Elke Käßner-Gelf, Geschäftsführerin des Vereins, so groß wie Tennisbälle waren, durchlöcherten während des Unwetters Anfang Juli die Kunststoffdächer.

"Neben der Einweihung des neuen Carports haben wir auch das für Anfang August geplante, alljährliche Teichfest abgesagt", sagte Käßner-Gelf. Den Schaden beziffert sie auf 5000 bis 6000 Euro. Da die Carports nicht gegen solche Schäden versichert seien, wird der Verein in Heisterschoß Spenden sammeln und den Rest aus eigenen Rücklagen finanzieren, um die Dächer auszutauschen.

"Das Teichfest wird dann im September oder Oktober stattfinden", versprach Käßner-Gelf. Überhaupt hatte das Unwetter eine Schneise der Verwüstung in Heisterschoß hinterlassen. "Wir haben ein paar Tage gebraucht, um am Teich wieder Ordnung zuschaffen". Als stummer Zeuge liegt noch ein riesiges Stück einer Buche in der Nähe der Teichanlage, das durch den Sturm einfach abgebrochen war.

Käßner-Gelf musste sich auch privat mit einigen Unwetterschäden auseinander setzen. "Mein Wagen ist komplett kaputt, unser Hausdach sowie einige Fenster, aber auch unser Teich wurden ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen", sagte die Landschaftsarchitektin.

Für den Verein hofft sie nun, dass Spenden zusammenkommen, damit im Herbst das Teichfest doch noch stattfinden kann.

Auch Werner Hussmann aus Bröl musste sich mit schweren Unwetterschäden beschäftigen. Ein zwölf Meter hoher Baum hielt dem Sturm nicht Stand, kippte auf Hussmanns Balkon und begrub diesen unter sich. Auch Bäume im Garten des Nachbarn seien Opfer des Sturms geworden und umgefallen. Für Hussmann hängt das mit der bei Anwohnern seit Langem in der Kritik stehenden Bebauung der Brölaue zusammen.

"Wir haben damals viele Argumente gegen diese Bebauung ins Feld geführt. Leider hat das alles nicht geholfen. Mittlerweile sind alle Bäume und Sträucher auf dem Baugrundstück abgeholzt", sagte Hussmann. "Die noch stehenden hohen Bäume neben dem Baugrundstück waren jetzt dem Sturm so ausgesetzt, dass sie dem Wind einfach nicht standhielten", so Hussmann.