Regionale 2025: Zwölf Vorhaben aus dem Rhein-Sieg-Kreis

Strukturförderprogramm Bergisches Rheinland : Zwölf Projekte aus dem Rhein-Sieg-Kreis bei Regionale 2025

Die Vorbereitungen laufen seit mehr als zwei Jahren. Zahlreiche Projektideen für das Strukturförderprogramm Regionale 2025 Bergisches Rheinland sind bislang erarbeitet worden. In gut zwei Wochen soll für das erste Projekt, den Innovation Hub Bergisches Rheinland (IHBR) in Gummersbach, der Bewilligungsbescheid übergeben werden.

Er ist damit eines von zwei Regionale-Projekten, bei dem die Finanzierung bereits geklärt ist. Und er wird laut Kreiswirtschaftsförderer Hermann Tengler auch in den Rhein-Sieg-Kreis ausstrahlen. Wie er im Kreis-Wirtschaftsausschuss mitteilte, erhält der Innovation Hub, wo mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt werden, eine Außenstelle in Windeck – bei der Firma WMV am B 7-Campus. „Damit haben wir auch ein A-Projekt im Rhein-Sieg-Kreis“, so Tengler.

Insgesamt sind rund 150 Ideen im Projektspeicher der Regionale, 30 sind in der aktiven Qualifizierung. Sie kommen aus 28 Städten und Gemeinden des Oberbergischen Kreises, des Rheinisch-Bergischen Kreises und des Rhein-Sieg-Kreises. In letzterem umfasst das Gebiet der Regionale 2025 die Kommunen Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Hennef, Eitorf und Windeck. Die Projekte würden stufenweise qualifiziert, so Mehmet Sarikaya, Leiter des Kreisplanungsamts. Unterschieden werden die reine Idee sowie der C-, B-, und A-Status. Während der C-Stempel für Projekte ist, die grundsätzlich zu den Zielen der Regionale passen, werden die Vorhaben im B-Status bereits konkreter und sind mit einer groben Kostenschätzung versehen. Der A-Status gibt schließlich grünes Licht für die Umsetzung.

Diesen für das Integrierte Handlungskonzept „Stadt Blankenberg – Geschichtslandschaft und Zukunftsdorf“ zu erreichen, ist das nächste Ziel von Hennefs Bürgermeister Klaus Pipke. Er freut sich diese Woche aber zunächst darüber, dass der Lenkungsausschuss der Regionale-2025-Agentur das Projekt in den B-Status erhoben hat. „Die Einschätzung der Regionale-Agentur zeigt, dass wir sehr gute Arbeit geleistet haben und auf dem richtigen Weg zur Umsetzung unseres Projektes sind“, so Pipke. Wie berichtet, plant die Verwaltung für die mittelalterliche Stadt Blankenberg eine umfangreiche Sanierung der Stadtmauer, den Bau eines Kultur- und Heimathauses, eine neue Feuerwache, einen Panorama-Rundweg sowie eine Fußgängerbrücke. Für den A-Stempel müssten nun unter anderem die Planung weiter verfeinert sowie die offenen Fragen zur denkmalrechtlichen Beurteilung geklärt werden, teilt Pipke mit.

Ebenso einen guten Schritt weiter ist das Projekt Radpendlerrouten im Rechtsrheinischen, Bergisch Gladbach und Rösrath, das Berufspendler zum Umstieg aufs Fahrrad bewegen soll. Es erhielt ebenfalls den B-Status. Damit gibt es nun vier Vorhaben dieser Kategorie im Rhein-Sieg-Kreis. Dazu zählen auch der Agger-Sülz-Radweg sowie der Aufbau eines regionalen Frühwarnsystems für Starkregenereignisse. Bei diesem sollen laut Sarikaya auch die Nachbarkommunen wie Niederkassel, Troisdorf, Königswinter und Hennef angesprochen werden. Zudem würden auch die linksrheinischen Städte und Gemeinde zu Gesprächen eingeladen.

Weitere acht Projekte im Kreis haben zurzeit den Status C, darunter der Regionale Hochschul-Innovations-Campus, mit dem es die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg nach Neunkirchen-Seelscheid zieht. Laut Kreis wird derzeit das Ausschreibungsverfahren zur Konzeptstudie vorbereitet.

Eine Absichtserklärung zum Vorhaben „Die Bergische Ader – Mobilität-Wohnen-Arbeiten-Versorgung-Freizeit-Natur im Städtedreieck entlang der B 56“ haben unterdessen die Bürgermeister von Lohmar, Siegburg und Neunkirchen-Seelscheid unterzeichnet. Das Ziel: In einer gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit den Siedlungsbereich entlang der B 56 weiterzuentwickeln und nachhaltig zu stärken. Es gelte, ein innovatives interkommunales Mobilitätskonzept zu entwickeln, damit auch die ländlich geprägten Ortsteile sowohl für junge Familien als auch für ältere Menschen ohne eigenen Pkw erreichbar und somit bewohnbar bleiben, so Siegburgs Bürgermeister Franz Huhn.

Laut Kreiswirtschaftsförderer Hermann Tengler sind zudem noch Ideen für die Regionale 2025 in der Pipeline. „Wir gehen davon aus, dass noch weitere Projekte dazukommen werden“, so Tengler. Vorschläge könnten sicherlich noch bis 2022/23 gemacht werden.