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Kommentar zu OGS-Beiträgen in Sankt Augustin: Nur Verlierer

Kommentar zu OGS-Beiträgen in Sankt Augustin : Nur Verlierer

Die Elternbefragung zum Betreuungsbedarf an den Offenen Ganztagsschulen (OGS) in Sankt Augustin bringt nur Verlierer hervor.

Da ist die Stadt, die sich einen Haufen Arbeit macht, aber vermutliche nutzlose Ergebnisse liefert.Damit wären wir bei Verlierer Nummer zwei: der Kommission. Sie soll eine neue OGS-Beitragssatzung entwickeln, dafür benötigt sie laut einigen Mitgliedern aber andere Daten als von der Stadt abgefragt. Und letztlich sind da die Eltern, von denen einige wirklich sauer sind. Der Grund: Wenn sie sich für eine Betreuung aussprechen, müssen sie gleichzeitig höhere Beiträge absegnen. Das Wort Erpressung fällt in diesem Zusammenhang. Das ist natürlich starker Tobak.

Aber ja, diese Elternbefragung hat tatsächlich zwei große Schwachstellen. Nummer eins: Es mag zwar ehrlich sein, Betreuung und Beiträge miteinander zu verknüpfen, aber es kommt bei den Eltern natürlich schlecht an. Das ist nachvollziehbar, und das sollte es auch für die Stadt sein – völlig losgelöst von der Frage, ob höhere Gebühren nötig sind oder nicht. Deshalb hätte man die Befragung offener gestalten sollen. Das wäre ebenfalls ehrlich gewesen, aber weniger konfliktreich.

Nummer zwei: Die Befragung deckt wohl nicht ab, was sich die Satzungskommission davon versprochen hat. Und gerade das ist das große Ärgernis dabei: Warum entwerfen Stadt und Kommission die Befragung nicht gemeinsam? Oder warum schaut das Gremium nicht noch einmal darauf? Damit wäre doch allen geholfen – ohne daraus wieder einen großen bürokratischen Aufwand zu machen. So sind vermutlich alle Beteiligten unzufrieden. Unnötigerweise.