Kommentar zu den Stadtbahnlinien 66/67: Neue Ideen für die 66/67

Kommentar zu den Stadtbahnlinien 66/67 : Neue Ideen für die 66/67

Die Sankt Augustiner haben für die Debatte um die Zukunft des Stadtbahnverkehrs eine wichtige Anregung gegeben, wenn sie eine Untersuchung des Korridors der Stadtbahnlinie 66/67 vorschlagen. Für eine solche Studie müsste indes zwingend die Stadt Bonn mit ins Boot genommen werden

Die Sankt Augustiner haben für die Debatte um die Zukunft des Stadtbahnverkehrs eine wichtige Anregung gegeben: Sie schlagen eine Untersuchung des Korridors der Stadtbahnlinie 66/67 vor. Kleiner Schönheitsfehler: Es soll berücksichtigt werden, dass der Individualverkehr bei einem möglichen Ausbau der Schiene nicht ausgebremst wird. Da wird man vielleicht nicht drum herumkommen.

Für solch eine Studie müsste aber zwingend die Stadt Bonn mit ins Boot genommen werden. Und das Rad muss im Übrigen nicht neu erfunden werden. Grundlagen für wichtige Ergänzungen im Schienennetz gibt es bereits: Der Verkehrsentwicklungsplan Bonn 2020 sah ursprünglich mal eine ganze Reihe von Maßnahmen vor, die noch aus der Zeit des früheren SWB-Geschäftsführers Hermann Zemlin zurückführen. Dieser hatte schon 2006 dafür plädiert, den Arbeitsschwerpunkt zwischen UN Campus und Caesar Forschungszentrum in Bad Godesberg besser ans Netz zu binden – mit einer Verbindung von Siegburg über Beuel und die Südbrücke. Dies wurde dann leider nicht weiterverfolgt, vor allem wohl deshalb, weil Zemlin damals die S 13 über sogenannte Zweiwege-Fahrzeuge über den Rhein fahren lassen wollte.

Es gibt aber eine neue Chance, um die Stadtbahn 67 über die Südbrücke zu führen: mit einer zusätzlichen Weiche vor Ramersdorf. Für solche Projekte und Sanierungen der Stadtbahnnetze bekommen die kommunalen Verkehrsunternehmen bis zum Jahr 2031 eine Milliarde Euro von Land und Bund. Darüber müsste doch was zu finanzieren sein.

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