1. Region
  2. Sieg & Rhein
  3. Hennef

Verwaltung soll Konzept erstellen: Mehr Angebote für Jugendliche auf den Dörfern in Hennef

Verwaltung soll Konzept erstellen : Mehr Angebote für Jugendliche auf den Dörfern in Hennef

Hennef gilt als Stadt der hundert Dörfer. Doch für Jugendliche fehlen gerade dort Angebote. Die Verwaltung soll jetzt ein Konzept für bedarfsgerechte Jugendarbeit in den Außenorten erstellen. Ein Vorschlag der SPD: Ein Shuttlebus ins Zentrum.

Es sind die malerischen Dörfer wie Auel mit ihren vielen Fachwerkhäusern, die Hennef als Stadt der hundert Dörfer optisch in den Vordergrund rücken. Doch für Jugendliche ist in diesen Orten oftmals kein Angebot vorhanden. Zwar gibt es im Stadtzentrum mit dem Jugendpark oder dem Kinder- und Jugendhaus Stellen zur Freizeitgestaltung.

Allerdings sind Kinder und Jugendliche zumeist auf ihre Eltern oder eine Busverbindung angewiesen, um von den Dörfern in die Innenstadt zu gelangen. Die SPD hatte deshalb im Jugendhilfeausschuss beantragt, die Verwaltung möge gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und freien Trägern der Jugendhilfe ein Konzept für bedarfsgerechte Jugendarbeit auf den Hennefer Dörfern erstellen. Der Ausschuss stimmte diesem Antrag einstimmig zu.

Die Sozialdemokraten schlagen vor, Fördermittel aus dem Programm „Vital.NRW“ zu nutzen, nachdem die Bewerbung als „Leader-Region“ nicht erfolgreich war. Laut der Hennefer SPD ist das Programm „Vital.NRW“ ausdrücklich als Ersatz für die Leader-Förderung zu verstehen. Für Jugendliche auf den Dörfern sollen dezentrale, mobile Angebote geschaffen werden, beispielsweise mit einem Spielebus, der die einzelnen Orte anfährt. Die SPD schlägt außerdem einen Shuttlebus vor, damit Jugendliche auf den Dörfern die Angebote im Zentrum wie den Jugendpark oder das Kinder- und Jugendhaus nutzen können.

Spieletreff ist eingerichtet

Unabhängig vom Antrag der Sozialdemokraten ist laut dem Beigeordneten Martin Herkt bereits mit der Erstellung des Kinder- und Jugendförderplans 2017 festgehalten worden, dass die Jugend auf den Hennefer Dörfern „eine bisher nicht ausreichend versorgte Zielgruppe darstellt“. Erste Angebote seien geschaffen worden.

So haben die Hennefer Streetworker in Uckerath an jedem zweiten Freitag des Monats auf dem Schulhof der Grundschule Uckerath einen Spieletreff eingerichtet. Freie Träger böten vor allem sportliche Aktivitäten auf den Dörfern an, so Herkt. Der Beigeordnete kündigte für dieses Jahr eine Ideenwerkstatt zu dem Thema an, in der tragfähige, finanzierbare Konzepte unter Beteiligung von Kindern, Jugendlichen, freien Trägern und Vereinen erarbeitet werden sollen.

Eine Mitfinanzierung über das Landesprogramm „Vital.NRW“ mit maximal 65 Prozent der Gesamtkosten könne als Anschubfinanzierung dienen. „Ein Eigenanteil der Stadt ist allerdings unerlässlich und sollte frühzeitig eingeplant werden“, sagte Herkt. Eine genaue Kostenaufstellung für das Projekt lasse sich allerdings derzeit noch nicht beziffern.