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Kommentar zur Flüchtlingssituation in Sankt Augustin: Keine gute Figur

Kommentar zur Flüchtlingssituation in Sankt Augustin : Keine gute Figur

Bei einer Bürgerinformationsveranstaltung in Buisdorf stellte sich die Stadtverwaltung den Fragen der Bürger

Die Buisdorfer Bürger haben am Donnerstag auf dem Infoabend zur Flüchtlingsunterkunft „Am Rosenhain“ zu großen Teilen keine gute Figur gemacht. Es gibt an solchen Abenden keine sogenannten dummen Fragen, schließlich sind sie der Anlass eines solchen Termins. Und es ist verständlich, dass die Menschen sich sorgen.

Aber im Laufe des Abends drängte sich der Eindruck auf, dass viele der Teilnehmer nicht offen sind für sachliche Argumente. Zwar kam beispielsweise hier und da der Hinweis, dass man zur Integration bereit sei. Aber als das Thema – zugegebenermaßen zu später Stunde – zur Sprache kam, war der Saal halb leer.

Diese Abstimmung mit den Füßen spricht eine andere und deutlichere Sprache. Und als Flüchtlingskoordinator Peter Tielke von ankommenden Flüchtlingskindern mit Granatsplittern im Körper oder Männern mit Folternarben erzählte, herrschte ein deutlich vernehmbares, ungeduldiges Grummeln im Saal. Und eine Frau fragte Richtung Tielke: „Können wir zum eigentlichen Thema kommen?“ In diesen Momenten fehlte im Haus Buisdorf vor allem eins: Menschlichkeit.