Pilgerweg für die Seele: Hennefer Kurpark hat ein neues Labyrinth

Pilgerweg für die Seele : Hennefer Kurpark hat ein neues Labyrinth

Initiatorin Sigrid Klein hat mit vielen Gästen das neue Labyrinth in Hennef eingeweiht. Es soll ein spiritueller Ort und Pilgerweg für die Seele sein.

Im Hennefer Kurpark fassten sich plötzlich alle Gäste an die Hände und folgten Sigrid Klein zu den Klängen des "Spiralliedes", das vom Band ertönte, in das neu angelegte Labyrinth. Nach zwei Jahren intensiver Planung und Sponsorenakquise geht Kleins Herzenswunsch nun endlich in Erfüllung. Gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Pipke und zahlreichen Gästen, darunter auch der Kreisdechant Hans-Josef Lahr sowie der evangelische Pfarrer Stefan Heinemann, weihte die umtriebige und engagierte Initiatorin am Donnerstag feierlich das Labyrinth ein.

"Das Labyrinth ist ein Pilgerweg der Seele. Es ist eine klare Wegführung, die der Meditation dient", sagte Klein und stellte dabei noch einmal ihr Anliegen heraus, im Herzen Hennefs einen spirituellen Ort zu schaffen. Vier Jahre liegt ihr Besuch in der Kathedrale von Chartre nun zurück. Beim Wandeln über das dort im Boden eingelassene Labyrinth war in Klein der Wunsch gereift, einen solchen Ort auch in ihrer Heimatstadt Hennef zu installieren. Zwei Jahre lang hatte die 71-jährige Henneferin intensiv geplant, 20.000 Euro an Spendengeldern gesammelt und sich mit der evangelischen Kirchengemeinde Hennef sowie der Stadt zwei starke Kooperationspartner ins Boot geholt.

Das Labyrinth basiert auf der Form "Petite Chartres". Der evangelische Pfarrer Niko Herzner hat es gemeinsam mit Sigrid Klein entwickelt. Die Ausarbeitung übernahm der Landschaftsarchitekt Martin Tochtrop im Auftrag der Stadt, die für das Projekt eine Fläche im Kurpark zur Verfügung stellte und auch die Verantwortung für das Labyrinth und die Pflege übernimmt.

Der Pilgerweg der Seele entstand in den vergangenen vier Wochen. Den Erdaushub übernahmen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Später wurde die Fläche mit Schotter versehen. Landschafts- und Gartenbauer Manuel Bomm verlegte schließlich die zahlreichen Betonsteine, auf denen die Besucher nun sogar mit Rollatoren barrierefrei wandeln können.

"Das Labyrinth hat einen Durchmesser von 16 Metern, und der Weg ist insgesamt etwa 200 Meter lang", sagte Planer Martin Tochtrop. Am Ende erreicht man den prunkvollen Labyrinthstein aus bergischer Grauwacke, den Sigrid Klein gemeinsam mit dem Siegburger Steinmetz Markus Weisheit angefertigt hat. "Ich freue mich, dass wir heute dieses besondere Objekt einweihen können. Damit wurde für die Henneferinnen und Hennefer ein Ort der Ruhe und Inspiration geschaffen", sagte Bürgermeister Klaus Pipke.

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