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Hennef: Bauarbeiten auf A560 dauern bis September

Zwischen Hennef-Ost und Hennef-West : Bauarbeiten auf A560 dauern bis September

Die Bauarbeiten an der A560 zwischen Hennef-Ost und Hennef-West dauern noch mehrere Monate, die Maßnahmen verzögern sich damit deutlich. Dass der Zeitplan nicht eingehalten werden kann, hat mehrere Gründe.

Ursprünglich sollten die beiden Autobahnbrücken zwischen Hennef-Ost und Hennef-West bis Dezember 2019 vollständig saniert sein. Doch die Bauarbeiten auf der A560 haben sich verzögert und dauern noch mehrere Monate. Nach derzeitigem Plan sollen die Maßnahmen im September abgeschlossen werden, teilte der Landesbetrieb Straßen NRW auf Anfrage mit.

Dass der vorgesehene Zeitplan nicht mehr eingehalten werden konnte, hat nach Angaben der Landesbehörde mehrere Gründe: So seien bereits unmittelbar nach Baubeginn im Mai 2019 Schadstoffe an der hinteren Brücke in Fahrtrichtung Altenkirchen entdeckt worden. Die Abdichtung des Bauwerks war laut Pressesprecher Sebastian Bauer mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen belastet und musste als „besonders überwachungsbedürftiger Abfall“ entsorgt werden. Eine weitere Verzögerung ergab sich, weil der Fahrbahnbelag auf den Brücken unregelmäßige Höhen aufwies. Deswegen musste Straßen NRW eigenen Angaben zufolge ein neues Konzept für den Abbruch ausarbeiten. Infolgedessen wurden die Abdichtungen der Brücken und der nach dem Fräsen noch vorhandene Asphalt mithilfe eines Mobilbaggers abgezogen und für die Entsorgung voneinander getrennt.

Ein zusätzliches Problem entdeckten Ingenieure bei beiden Bauwerken an den sogenannten Brückenkappen, also den nicht befahrbaren Rändern. Diese seien „unterläufig“ gewesen, das heißt, sie waren in ihrer Standfestigkeit gefährdet. Auch der Beton im unteren Bereich der Schrammborde sei auf beiden Brücken stark beschädigt gewesen.

Sanierung soll im Laufe des Jahres abgeschlossen sein

Sämtliche Mängel zogen weitere nicht vorhergesehene Bauarbeiten nach sich. „Dies war im Vorfeld der Ausführung nicht ersichtlich“, sagte Sebastian Bauer auf Nachfrage. Einige Bauarbeiten seien zudem aufgrund der schlechten Witterung und niedrigen Temperaturen im November und Dezember 2019 nicht fertig geworden.

Im Laufe dieses Jahres soll die Sanierung nun abgeschlossen sein. Ob der derzeitige Zeitplan eingehalten werden kann, hängt laut Straßen NRW aber erneut von der Witterung ab. Um die Brücken mit einer sogenannten Bitumen-Schweißbahn abzudichten, sei eine Boden- und Lufttemperatur von fünf Grad sowie trockenes Wetter erforderlich. Falls die Fahrbahn durchnässt sei, müsse diese vor den Bauarbeiten mit großen Aufwand getrocknet werden. „Die Arbeiten werden wieder aufgenommen, wenn längerfristig eine gute Wetterprognose vorliegt“, sagte Bauer.

Funktioniert alles nach Plan, soll die aktuelle Bauphase in Fahrtrichtung Bonn im Februar endgültig abgeschlossen sein. Anschließend folgen zwei weitere Bauphasen in Fahrtrichtung Altenkirchen. Während dieser bedarf es keiner Umleitung mehr, alle Anschlussstellen sind dann wieder frei befahrbar. Die Gesamtkosten für die Sanierung der beiden Brücken betragen 3,4 Millionen Euro. Der Landesbetrieb erneuert dabei unter anderem die Fahrbahnbeläge, tauscht Verschleißteile an den Fahrbahnübergängen aus und erneuert Teile des Lärmschutzes.