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Sport in Hennef: Großer Bedarf für das Schulschwimmen in Hennef

Sport in Hennef : Großer Bedarf für das Schulschwimmen in Hennef

Stadtverwaltung und Stadtsportverband stellen die aktualisierte Fassung der Sportstättenleitplanung vor. Der große Wunsch ist ein neues Lehrschwimmbecken.

Sie ist seit 2004 eine unverzichtbare Grundlage, liefert eine umfangreiche Bestandsaufnahme, eine Bedarfsermittlung und zahlreiche Handlungsempfehlungen: die Sportstättenleitplanung der Stadt Hennef. Mittlerweile wurde die vierte Fortschreibung, die bis 2023 gilt, vom Hennefer Rat einstimmig verabschiedet. Fazit: Der Zustand der Sportstätten in Hennef ist gut, kann aber noch verbessert werden. Zudem ist besonders der Wunsch nach einem Lehrschwimmbecken im Zentralort groß, hieß es bei der Präsentation des Dossiers durch Bürgermeister Klaus Pipke, Günther Kretschmann, Präsident des Stadtsportverbandes, sowie Hennefs Sportdezernent Martin Herkt und Sportamtsleiter Dominique Müller-Grote.

„Es gibt kaum eine Kommune, die eine solch eine fundierte und abgestimmte Sportstättenleitplanung hat“, sagte Pipke. Zahlreiche Gespräche mit Vereinen und Schulen waren die Grundlage, um zu erfahren, wo der Schuh drückt. Es ergaben sich dabei zahlreiche Handlungsempfehlungen, die für die weitere Entwicklung Hennefs als Sportstadt wichtig sind.

Lehrschwimmbecken und Sporthalle: Die Schaffung eines weiteren Lehrschwimmbeckens im Zentralort am Schul- und Sportcampus steht an oberster Stelle der Wunschliste. Bisher wird der Bedarf mit dem Lehrschwimmbecken in Uckerath neben der Grundschule Am Steimel halbwegs gedeckt. Zudem stellt der Fußballverband Mittelrhein aufgrund einer vertraglichen Regelung zusätzlich das Hallenbad der Sportschule den Hennefer Schulen, dem Hennefer TV und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die beiden unverzichtbaren Bäder reichen allerdings nicht aus, um den Bedarf an Schwimmunterricht der Schulen tatsächlich abzudecken. Von den Grundschulen konnten immerhin 26 von insgesamt 76 Klassen im ersten Schulhalbjahr 2017/2018 das Lehrschwimmbecken in Uckerath nutzen. Von den 3376 Schülern der weiterführenden Hennefer Schulen konnten im ersten Schulhalbjahr 2017/2018 allerdings nur gerade mal 348 Schüler am Schwimmunterricht teilnehmen. „Der Bedarf für ein solches Lehrschwimmbecken ist definitiv da“, sagte Kretschmann. Zudem soll der Schul- und Sportcampus eine weitere Sporthalle erhalten.

Verbesserungen beim Thema Barrierefreiheit

Barrierefreiheit: Laut Martin Herkt könnten die Hennefer Sportstätten beim Thema Barrierefreiheit noch verbessert werden. So ist der Bau einer separaten, barrierefreien Umkleide inklusive Behindertentoilette im Schul- und Sportzentrum am Stadion dringend erforderlich. Zahlreiche Hallen wie die Dreifachsporthalle „Am Kuckuck“, die Sporthalle der Gesamtschule Hennef-West oder die Dreifachsporthalle „Meiersheide“ sollen mit Handläufen, automatischen Türöffnungen und der Installation taktiler Leitelemente für Menschen mit Sehbehinderung versehen werden.

Kunstrasenplätze und Beleuchtung: Aufgrund des Alters und Zustandes der Kunstrasenplätze werden in den kommenden Jahren einzelne Plätze saniert werden müssen. Laut Verwaltung werden die Vereine, die sich bereits bei der Erstausstattung mit Kunstrasenplätzen finanziell beteiligt haben, bei einer Erneuerung der Flächen nicht erneut belastet. Die Stadt plant zudem eine LED-Flutlichtanlage für das Hennefer Stadion.

Unterstützung der Sportvereine: Grundlage für das Gedeihen der Vereine, inklusive einer guten Jugendarbeit, ist die Beibehaltung der gebührenfreien Nutzung städtischer Sportanlagen. Zudem werden die Vereine weiterhin finanziell besonders bei der Jugendarbeit, aber auch bei Investitionen von der Stadt gemäß den dafür geltenden Förderrichtlinien unterstützt.

Kooperationen: Für den Sport ist die Kooperation zwischen Sportvereinen und Ganztagsschulen ein ständiges Thema. Um den Rückzug der Jugendlichen vom Vereinssport aufzufangen, sollen der Arbeitskreis „Schule und Vereine“ erhalten bleiben und weitere Kooperationen geschaffen werden.