Konzert in Hennef: Bläck Fööss rocken die Meiersheide

Konzert in Hennef : Bläck Fööss rocken die Meiersheide

Beste Stimmung herrschte am Samstag beim Konzert der Bläck Föös in der Mehrzweckhalle Meiersheide. Für Sänger Mirko Bäumer war es ein Heimspiel.

Für ihn war es ein absolutes Heimspiel. Die Bläck Fööss spielten am Samstag in der Mehrzweckhalle Meiersheide, und mit dabei war ein waschechter Hennefer: Mirko Bäumer ist seit Anfang des Jahres offizieller Sänger der kölschen Urgesteine. Er ersetzt Kafi Biermann, der sich nach 21 Jahren in den Musiker-Ruhestand verabschiedet hat.

Schon vor Beginn der Show war die Stimmung in der Halle ausgelassen. Und dann ging es endlich los mit dem dem Lied vom Stammbaum. Und nach nur wenigen Takten hatte Bäumer das Publikum schon für sich gewonnen. Der Sänger ist mit den Songs der Bläck Fööss aufgewachsen. „Bereits meine Eltern haben die Musik rauf und runter gehört“, sagte der 48-Jährige. Im Musikgeschäft ist er schon ein alter Hase. Den meisten ist er als Frontman der Coverband Queen Kings bekannt.

Ist das nicht ein massive Umstellung? „Ich war 19 Jahre lang mit den Queen Kings unterwegs“, erklärte er. „Aber irgendwann ist jedes Lied einmal gesungen, und man denkt weiter. Wenn ich noch in zehn Jahren den jungen Freddy Mercury geben würde, denken die Zuschauer doch, der hat den Schuss nicht gehört. Immerhin werde ich nächstes Jahr auch schon 50“, sagte Bäumer.

Gab es denn irgendwelche Bedenken, wie die Fans auf ihn reagieren würden? „Von meiner Seite waren die Bedenken relativ klein“, lachte er. „Ich bin ja auch schon mal eingesprungen, als Kafi krank war. Das habe ich erst vier Stunden vorher erfahren. Dementsprechend war der Druck nicht so groß.“

Kein Problem mit der kölschen Sproch

Den Fööss ging es da schon etwas anders. „Wir haben uns viel mehr Sorgen gemacht als er“, grinste Günther „Bömmel“ Lückerath. Die Sorge war indes vollkommen unbegründet. Das Hennefer Publikum stand voll hinter Mirko Bäumer und dem zweiten Neuzugang Pit Hupperten, der für Gründungsmitglied Peter Schütten als Gitarrist und Sänger bei den Fööss eingestiegen ist. Und auch das mit der kölschen Sproch hat bei beiden problemlos geklappt.

„Das letzte Lied ist für die Stadt, die heute wieder eine schwere Prüfung überstehen musste“, sagte Pit Hupperten und spielte auf den AfD-Parteitag in Köln an. Großer Jubel von Seiten des Publikums, bevor es ans Schunkeln ging. „Du bess die Stadt, op die mer all he stonn, du häs et uns als Pänz schon aanjedonn. Du häs e herrlich Laache em Jeseech, du bess die Frau, die Rotz un Wasser kriesch.“ Dabei musste sich der ein oder andere Fan ein Tränchen verdrücken. Und direkt danach wurden die Rufe nach einer Zugabe laut. „Früher sind wir nach dem letzten Song erst einmal runter von der Bühne gegangen“, rief Erry Stoklosa von der Bühne herunter. „Dann sind wir wieder rauf und haben die Zugabe gespielt. Aber das macht man heute nicht mehr. Also geht es direkt weiter.“

Und es ging weiter, mit dem Bickendorfer Büdche und anderen Klassikern. Für Mirko Bäumer ist der Sprung von den Rocksongs von Queen zu den kölschen Tön der Bläck Fööss kein Problem. „Es ist alles Musik“, sagte er fröhlich. „Man steht auf der Bühne und unterhält das Publikum. Es gibt eine gemeinsam Musikersprache. Wichtig ist die gemeinsame Freude, die man empfindet, bei dem was man tut. Und die Fööss sind unkomplizierte Menschen.“

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