Süße Kunst aus Zucker: Angehende Konditorinnen erstellen Tiere in Hennef

Süße Kunst aus Zucker : Angehende Konditorinnen erstellen Tiere in Hennef

Zum elften Mal fand der Wettbewerb der Zuckerkunst im Carl-Reuther-Berufskolleg in Hennef statt. Die höchste Punktzahl vergibt die Jury an Anastasia Bogatsch aus Köln für ihre Pinguine in der Eislandschaft.

Dass aus Zucker ganze Kunstwerke entstehen können, bewiesen am Montag sechs angehende Konditorinnen des Carl-Reuther-Berufskollegs in Hennef und des Berufskollegs Köln-Ehrenfeld. Ob kleine Schäfchen, Papageien oder eine ganze Eislandschaft mit Pinguinen und Robben aus Zucker: Die Jury musste sich zwar entscheiden, wer den ersten Preis bekommt, aber begeistert war sie von den Werken aller Auszubildenden.

Zum elften Mal fand der Wettbewerb der Zuckerkunst in Hennef statt. Alle Schüler, die eine Ausbildung zum Konditor machen, können einen freiwilligen Zusatzkurs zum Thema „Zuckerkunst“ absolvieren. „Sie bekommen am Ende des Kurses ein Zertifikat. Durch diese Zusatzqualifikation haben die Schüler später noch bessere Chancen. Das ist eine hohe Kunst für Konditoren und wird sehr anerkannt“, erklärte Schulleiter Günther Au.

Von den rund 50 Schülern, die an dem Zusatzkurs teilgenommen haben, durften die sechs besten ihr Können beim Zuckerkunst-Wettbewerb unter Beweis stellen. Das diesjährige Motto „Tiere in freier Natur“ war den ausschließlich weiblichen Teilnehmerinnen schon seit einigen Wochen bekannt, sodass sie sich ein Konzept überlegen und die Umsetzung üben konnten. Zehn Stunden hatten sie dann am Wettbewerbstag Zeit, um an ihren Werken zu arbeiten und sie um 18 Uhr einer vierköpfigen Jury zu präsentieren. Diese bewertete die Zuckerfiguren nach den Kriterien „handwerkliche Schwierigkeit“, „Farbgebung“, „Umsetzung des Themas“ und „Gesamtgestaltung“.

Höchste Punktzahl an Kölnerin

Die höchste Punktzahl vergab die Jury an Anastasia Bogatsch aus Köln. Den zweiten Platz belegte Ronja Preuß aus Köln, Lea Olbert vom Berufskolleg Hennef landete auf Platz drei. „Aber eigentlich haben alle gewonnen, denn sie haben alle eine wichtige Zusatzqualifikation erworben“, so Au. Die drei besten Teilnehmerinnen erhielten einen Pokal, ein Wanderpokal ging an das Kölner Berufskolleg, da die Gewinnerin aus Köln kam.

Die 19-jährige Anastasia Bogatsch freute sich über ihren Sieg: „Ich bin sehr froh, dass ich das geschafft habe, so habe ich später bessere Möglichkeiten.“ Sie hatte die Herstellung ihres Zuckerkunstwerks im Voraus bereits mehrmals geübt, um die drei wichtigen Techniken perfekt zu beherrschen. „Man kann den Zucker ziehen, gießen oder blasen. Die Schwierigkeit liegt auch bei der Temperatur, da der Zucker 70 bis 80 Grad warm ist bei der Verarbeitung. Einige Schüler haben schon Blasen an den Fingern“, sagte Kursleiter Heiner Krautscheid. Das schien die Gewinner an diesem Abend allerdings weniger zu interessieren.

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