Aktion Offene Gartenpforte: Ein wenig Provence in Wormersdorf

Aktion Offene Gartenpforte : Ein wenig Provence in Wormersdorf

Hinter privaten Gartenpforten gibt es viel zu entdecken: einen modernen Themengarten, ein üppiges Staudenparadies, einen urigen Bauerngarten oder einen kreativ strukturierten Vorgarten. 400 Quadratmeter misst der Garten von Helga Feuser-Strasdas, in den sie im Rahmen der Aktion "Offene Gartenpforte" alle Interessierten einlädt.

Die Aktion findet im Mai, Juni, Juli und September an jeweils einem Wochenende statt und wird im südlichen Rheinland von der Stadt Bonn koordiniert. 165 Privatpersonen machen mit.

Helga Feuser-Strasdas ist eine von ihnen. Das Fachwerkhaus, das sie mit ihrem Mann gekauft hat, stammt aus dem 19. Jahrhundert und gehörte zu den ersten Häusern von Wormersdorf. Ursprünglich als Bauernhaus gebaut, beherbergt es nun das Wohnhaus des Ehepaares und die Werkstatt der Glaskünstlerin.

Wer von der Straße durch das Tor kommt, betritt einen atriumähnlichen Innenhof. Fast könnte man meinen, schon im Sommerurlaub in der Provence zu sein. Ein gepflastertes Rondell bildet den Mittelpunkt des Gartens, umrahmt wird es von mediterranen Pflanzen. Eine sechs Meter hohe Hanfpalme fällt zuerst ins Auge, daneben laden Korbstühle und ein Tischchen zum Verweilen ein. Aus dem Urlaub in Südfrankreich hat das Ehepaar zwei Zypressen mitgebracht, die nun schon etwa zehn Meter hoch sind. Am Hausdach blüht üppig der Blauregen. Violett und Lila sind die vorherrschenden Farben im Garten, diesen Ton haben auch Schwertlilien und der Bodendecker Günsel mit seinen kerzenartigen Blüten. Es duftet nach Jasmin und Rosen.

Über ihrer Glaswerkstatt hat Feuser-Strasdas einen Dachgarten angelegt. In den Hochbeeten wachsen Johannisbeersträucher, Gräser und ein Apfelbaum. Den sonnigen Standort nutzt die Künstlerin auch für ein Kräuterbeet. Feuser-Strasdas´ Kunstwerke sind in den Gärten verteilt und fügen sich ganz natürlich in das Gesamtbild ein. Im Innenhof stehen Gartenstecker mit stilisierten weißen und braunen Hühnern sowie bunten Vögeln. Auf dem Dachgarten hat Feuser-Strasdas Elemente aus Glas in Stahl-Stelen zwischen die Hochbeete gestellt. Die weißen Scheiben sind etwa 1,20 Meter lang und 20 Zentimeter breit. In ihrer künstlerischen Arbeit lässt Feuser-Strasdas sich von der Natur inspirieren. So waren für die Bilder auf dem Dachgarten Blatt-Ornamente Vorbild, die durch Verschmelzungen verfremdet sind und nun abstrakt wirken.

Hinter der Hof-Anlage ist der dritte Teil des Gartens: In einem Halbrondell wachsen Gemüse wie Tomaten und Salat. "Er erinnert in Form und Gestaltung an die alten Kräutergärten hinter dem Haus", erklärt die Hausherrin.

Als das Ehepaar das Anwesen vor 30 Jahren kaufte, war der Garten mit hohen Bäumen bepflanzt. "Es war schattig und feucht", erinnert sich die 56-Jährige. Die hohen Bäume fällte das Paar, jetzt ist der Garten sonniger.

Pro Tag investiert die Künstlerin etwa eine Stunde in ihre grüne Oase. Sitzgelegenheiten sind über das ganze Gelände verteilt. Die Hobby-Gärtnerin ist sich sicher: "Bei uns findet man immer einen sonnigen Platz."

Die Gärten in der Voreifel

Swisttal:

  • Thomas Havemann, Mühlenstr. 9, Swisttal-Ollheim, Tel. 02255-959495, E-Mail: th.havemann@web.de.
  • Geöffnet: Samstag und Sonntag, 11. und 12. Juli, sowie Samstag und Sonntag, 12. und 13. September jeweils von 11 bis 18 Uhr.

Rheinbach:

Machen auch Sie mit und schicken Sie dem General-Anzeiger Ihre schönsten Bilder von den offenen Gärten an online@ga-bonn.de.

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