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Nach neuen Monaten Pause: Aus für die Kultkapelle im Alten Kloster

Nach neuen Monaten Pause : Aus für die Kultkapelle im Alten Kloster

Die Kultkapelle im Alten Kloster an der Bornheimer Secundastraße wird ihre Vorhänge nicht mehr heben und dauerhaft schließen.

Wie die Verantwortlichen auf der Facebook-Seite der Kultkapelle schreiben, sei es "trotz intensiver Bemühungen" nicht gelungen, einen geregelten Spielbetrieb, der auch finanzierbar sei, zu etablieren. Weiter heißt es: "Wir bedauern das sehr, jedoch blieb uns keine andere Wahl, da ein Spielbetrieb ohne ausreichende Unterstützer und Zuschauer in dieser Größenordnung nicht kostendeckend ist." Damit verliere die Region einen Anlaufpunkt, von dem man so viel erwartet hätte.

Wie berichtet, hatten die Macher der Kultkapelle Anfang Januar angekündigt, eine Denkpause einzulegen, um das Konzept des Veranstaltungsortes neu zu ordnen. Ein Grund dafür war, dass es Vorstellungen im ehemaligen Kloster gegeben hatte, die gut besucht gewesen waren, andere waren nach damaligen Aussagen total gefloppt. Nun kommt also das endgültige Aus.

Im Oktober 2014 hatte die Kultkapelle erstmals ihre Pforten geöffnet. Nachdem der Verein "Theater im Kloster" aus finanziellen Gründen Ende Juni 2014 seinen Betrieb in den Räumen eingestellt hatte, war ein Team um den Schauspieler Olaf Sabelus an den Start gegangen, um in dem Gebäude einen Veranstaltungsort für ein breites Angebot aus Musik, Show, Varieté, Theater und Comedy zu schaffen.

Dafür wurde auch umfassend renoviert. "Die Euphorie ist in Ernüchterung geendet", sagte Guido Roggendorf, der Besitzer des Alten Klosters, gestern auf Anfrage des General-Anzeigers. Die Kultkapelle sei ein Projekt der Roggendorf-Gruppe gewesen, "als letzter Versuch, in Bornheim noch einmal etwas zu etablieren", so Roggendorf weiter. Zugleich kritisierte er mangelnde Unterstützung aus der örtlichen Politik und Wirtschaft, ebenso wie "Feindseligkeiten einiger Leute aus dem Umfeld des ,Theaters im Kloster'".

Investiert worden ist nach Roggendorfs Angaben ein unterer sechsstelliger Betrag in das Projekt. Dieses Engagement sei aber in keiner Weise gewürdigt worden, sein Unternehmen habe viel Geld dabei verloren.

"Wir haben fast hauptsächlich mit unseren Mitarbeitern an diesem Projekt gearbeitet und Hunderte von Stunden kostenfrei investiert, ich ebenfalls und das alles mit einem sehr ernüchternden Ergebnis", sagte er. Zur Zukunft des Gebäudes wollte sich Roggendorf nicht äußern.