Aktion im Schulzentrum Oberpleis: Schüler treffen Experten beim Speed-Dating

Aktion im Schulzentrum Oberpleis : Schüler treffen Experten beim Speed-Dating

Schüler und Experten haben sich beim Speed-Debating in Oberpleis getroffen. Die 38 teilnehmenden Schüler sollten sich vorab Fragen überlegen und konnten diese im Schulzentrum Oberpleis stellen.

Zum achten Mal richtete der Servicebereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Stadt Königswinter in der Aula der Gesamtschule Oberpleis das Speed-Debating aus. Das Konzept hatte das Organisationsteam um Jugendpfleger Stefan Schmied in Kooperation mit dem Landesjugendamt entwickelt. Jugendliche aller weiterführenden Schulen des Stadtgebietes waren eingeladen worden, um an dem schnellen Format teilzunehmen. Mit dabei waren dieses Mal Schüler des CJD-Gymnasiums, der Gesamtschule Oberpleis, des Gymnasiums Oberpleis sowie der Drachenfels-Förderschule Königswinter.

Kurz vor 9 Uhr trafen die Schüler ein. „Wir haben die Vorbereitung auf das Speed-Debating optimiert“, so Schmied. Die teilnehmenden Schüler hatten die Möglichkeit, die Experten bereits vorab kennenzulernen. „So konnten sich Schüler konkrete Fragen überlegen“.

Viele Schüler hatten dies offensichtlich genutzt und trugen dicht beschriebene Blätter mit sich. Bei einer kurzen Vorstellungsrunde der Experten vor der Bühne hatten die Schüler noch einmal Gelegenheit, sich einen Überblick über die verschiedenen Themen zu verschaffen und ihre Fragen noch einmal zu schärfen. Dann hieß es: einzeln oder in Kleingruppen ab an die Tische. Der Ordnung halber war die Reihenfolge den Schülern per Nummern zugelost worden. Insgesamt 38 Schüler ab der 10. Klasse trafen auf 21 Experten.

Viele Informationen im Schulzentrum Oberpleis

Die Jungen und Mädchen platzierten ihre Fragen, die Fachleute wiederum hatten punktgenaue Antworten mit viel Information zu liefern. Bei Gongschlag wechselten alle vier Minuten die Tischrunden, die Experten sahen sich neuen Schülern gegenüber. „Die Auswahl der Themen ist jedes Jahr recht stabil und soll auch zu den Jugendlichen passen“, sagte Schmied mit Blick auf den Kreis der Fachleute. Mit dabei waren unter anderem Vertreter der Stadtverwaltung Königswinter mit Bürgermeister Peter Wirtz, des Jugendhilfeausschusses mit Stephan Unkelbach sowie des Sportausschusses mit Norbert Mahlberg. Ebenso vertreten waren etwa der Stadtjugendring, die Agentur für Arbeit, die Häuser der Jugend, die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, die Polizeiwache Ramersdorf und Medienvertreter.

„Nicht alle Dinge, die ihr in der Fragerunde anregt, sind umsetzbar“, so Stephan Unkelbach zu den Schülern. „Traut euch trotzdem, alles zu fragen.“ „Manche Fragen sind tatsächlich nicht so einfach zu beantworten“, sagte auch Gerd Peter, Leiter der Wache Ramersdorf, der bereits seit einigen Jahren beim Speed-Debating dabei ist. Deshalb hatte er sich diesmal weitere Fachleute aus der Polizeiarbeit zur Seite gestellt.

Lukas von der Gesamtschule Oberpleis richtete die drängende Frage an Bürgermeister Wirtz, ob die technischen Gegebenheiten an der Schule zu verbessern seien. „Wir haben fast nie Wlan“, beklagte er. Amelie, ebenfalls Schülerin aus Oberpleis, hatte die Anregung an die Arbeitsagentur für Arbeit, künftig offene Stellenausschreibungen an die Schulen zu bringen und dort auszuhängen. Von den Häusern der Jugend wünschte sich die Schülerin künftig ein Angebot, um Fremdsprachen zu erlernen.

Kommunale Zusammenhänge besser verstehen, Themen in den eigenen Freundeskreis und in die Familie zu tragen - all das seien Ziele des Speed-Debatings, so Schmied. Erstmals lagen in diesem Jahr Gutscheine auf den Tischen aus, die Jugendliche im Nachgang zu der Veranstaltung nutzen können, um mit den Fachleuten für weitere Fragen in Kontakt zu treten.

Darüber hinaus gab es einen Sondertisch, an dem die Schüler ihre Meinung abgeben konnten. Im vergangenen Jahr hatten zwei Schülerinnen beim Speed-Dating den Wunsch an die Stadt herangetragen, an der Peter-Breuer-Sportanlage in Königswinter einen Jugendplatz einzurichten. Dies will die Stadt nun umsetzen. Zwei Varianten etwa mit unterschiedlicher Bepflanzungsarten stehen dabei zur Debatte, die von den Schülern beurteilt werden sollten.

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