Kommentar : Zeichen der Entspannung

Eigentlich ist das Ergebnis der Umfrage unter den Honnefer Parteien zum Thema der Verpachtung des Inselcafés auf Grafenwerth wenig überraschend. Denn egal, ob die jeweiligen Fraktionen Hermann Nolden als Pächter nun behalten wollten oder nicht - nach den deutlichen Worten des Richters haben sie keine wirkliche Wahl.

Denn wenn sie weiter an der Kündigung festhalten und dem Dehoga-Kompromissvorschlag nicht zustimmen, wird der Richter - wie angekündigt - ein Urteil sprechen und die Kündigung für nicht wirksam erklären. Dann gilt der jetzige Pachtvertrag weiter - und dessen Konditionen sind für die Stadt weitaus weniger attraktiv. Also muss man sich einigen - viel Spielraum dürfte die Stadt aber nicht haben, denn Nolden hält alle Trümpfe in der Hand.

Aber es wäre sowieso sinnlos, weiter auf Konfrontation zu setzten. Denn jenen, die die Insel besuchen, ist egal, wer Pächter ist. Schön soll es sein, angenehm und sauber. Denn natürlich ist das Café ein Aushängeschild. Und das will gepflegt sein. Daher ist nicht nur der Pächter gefragt, indem er ein entsprechend attraktives und von den Öffnungszeiten passendes Angebot macht, sondern auch die Stadt als Verpächter. Denn das Gebäude ist sanierungsbedürftig. Daher kann nur ein gemeinsamer Kraftakt aller Beteiligten eine Attraktivitätssteigerung erreicht werden. Vielleicht richtet es ja eine Landesgartenschau.