Jugendliche kurz gefragt: Worauf kommt es beim Ehrenamt des Jugendleiters an?

Jugendliche kurz gefragt : Worauf kommt es beim Ehrenamt des Jugendleiters an?

Jonas (14) und Luise (13) engagieren sich in der evangelischen Kirchengemeinde Heisterbacherrott. Valentina (16) bei den Pfadfindern in Oberpleis. Und Dennis (26) ist Jugendwart bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Königswinterer Altstadt. Die vier jungen Ehrenamtler sprachen mit Gabriela Quarg.

Was ist Eure Motivation, Euch ehrenamtlich in der Jugendarbeit zu engagieren?

Dennis: Als ich zehn Jahre alt war, bin ich der Jugendfeuerwehr beigetreten. Jetzt bin ich im aktiven Dienst und selbst Jugendwart. Ich halte Jugendarbeit für eine ganz wichtige, sinnvolle und zugleich sehr schöne Sache.

Jonas: Ich besuche seit einem Jahr den Konfirmandenunterricht und habe dabei immer unheimlich viel Spaß, auch dank der Teamer, die in der Gruppe mithelfen. Das möchte ich künftig auch gerne machen und das, was ich selbst erlebt habe, an andere weitergeben.

Valentina: Ich bin seit acht Jahren bei den Pfadfindern aktiv und habe diese Zeit sehr genossen. Auch ich habe erlebt, wie viel Arbeit sich die Gruppenleiter machen und wie sehr sie sich engagieren. Davon möchte ich künftig auch gerne ein Teil sein.

Was ist für Euch das Wichtigste, das Ihr aus dieser Schulung mitnehmt?

Dennis: Für mich ist die Integration neuer Mitglieder in die Gruppe immer wieder eine besondere Herausforderung, weil dadurch das Gruppengefüge ins Wanken gerät. Jetzt habe ich tolle Methoden kennengelernt, wie man zum Beispiel die Vorstellrunden interessanter und spannender gestalten und die Kinder besser einbeziehen und aktiv werden lassen kann. Das ist eine super Sache.

Luise: Für mich waren nicht nur die vielen Informationen hilfreich, zum Beispiel zu Haftungsfragen, sondern auch die Anregungen für Spiele und die Tipps, wie man die Kinder motivieren kann. Außerdem der Umgang mit Konflikten. Ich glaube, gerade das wird ziemlich oft auf uns zukommen.

Jonas: Auch für mich war das Thema „Umgang mit Konflikten“ besonders wichtig.

Es ist sicher nicht leicht, als Jugendlicher von anderen Jugendlichen als Autoritätsperson akzeptiert zu werden, oder wie seht Ihr das?

Dennis: Ein sicheres Auftreten ist jedenfalls ganz wichtig.

Valentina: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Kinder in den jüngeren Gruppen immer Respekt vor älteren Mitgliedern haben. Da gibt es bei uns Pfadfindern eigentlich keine Probleme.

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