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Speed-Debating in Königswinter: Was verdient eigentlich ein Bürgermeister?

Speed-Debating in Königswinter : Was verdient eigentlich ein Bürgermeister?

Beim Speed-Debating in der Aula des Schulzentrums Oberpleis diskutierten Schüler mit Experten aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und fühlten ihnen dabei im Vier-Minuten-Takt auf den Zahn.

Was macht eigentlich ein Bürgermeister so den ganzen Tag? Diese Frage musste Peter Wirtz bei der fünften Auflage des Speed-Debating am häufigsten beantworten. Mehrere Zehntklässler wollten vom Königswinterer Stadtoberhaupt auch wissen, welche Projekte als nächstes anstehen, was er verändern möchte und was man denn in seiner Position so verdient.

Schüler des Gymnasiums am Oelberg, der Realschule Oberpleis, der Realschule und des Gymnasiums der Jugenddorf-Christophorusschule (CJD) sowie der Drachenfelsschule nahmen an der Veranstaltung in der Aula des Schulzentrums Oberpleis teil. Drei Stunden diskutierten die knapp 50 Schüler, meist in Zweiergruppen, mit den 23 Experten, wobei sie alle vier Minuten in einem vorgegebenen Rhythmus von Tisch zu Tisch wechselten.

Speed-Debating ist dabei nichts anderes als ein Dialog zwischen den Jugendlichen und Vertretern von Verwaltung, Politik, Polizei, Vereinen, Verkehrsgesellschaften, Werbekreis und Medien, aus dem beide Seiten im besten Fall einiges an Anregungen und Ideen mitnehmen können.

Bäder beschäftigen die Schüler

Cornelia Gamm, bei der Stadt Königswinter für Stadtplanung zuständig, erfuhr beispielsweise, dass die Entwicklung der Altstadt und des Oberpleiser Ortszentrums die Jugendlichen durchaus beschäftigt, wie sie bei der Schlussrunde berichtete. Auch die jahrelange Diskussion über die Bäder in der Stadt verfolgen die Schüler, vermeldete der Sportausschussvorsitzende Norbert Mahlberg. Ein viel näherliegendes Problem sei allerdings das undichte Dach der CJD-Turnhalle.

Vom Planungsausschussvorsitzenden Franz Gasper wollten Jugendliche wissen, warum es in der Altstadt denn nun doch kein Factory Outlet Center gäbe. Schließlich könnte der Stadtteil von einer solchen Ansiedlung doch profitieren. Die Vertreter der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft nahmen als Hausaufgabe mit nach Hause, dass die Schüler mit der Pünktlichkeit der Buslinien 520 und 521 unzufrieden sind. Beeindruckt zeigte sich Michael Weber (TuS Oberpleis), dass sich einige Jugendliche ganz konkret nach Angeboten seines Vereins für Flüchtlinge erkundigten. Im General-Anzeiger wünschen sich die Schüler ganz konkret mehr Artikel, die ihre Altersgruppe ansprechen.