Viele Vorhaben, wenig Leute: Stadt Königswinter sucht verzweifelt Ingenieure

Viele Vorhaben, wenig Leute : Stadt Königswinter sucht verzweifelt Ingenieure

Bei der Stadt Königswinter herrscht Personalnotstand: Insbesondere Ingenieurstellen sind seit Monaten vakant. Die Folge: Nicht alle geplanten Projekte können umgesetzt werden.

Der Haupt-, Personal- und Finanzausschuss hat auf einen Antrag der Koalition (CDU, FDP, GAK) hin die pauschale Kürzung aller Erhaltungsaufwendungen um zehn Prozent beschlossen. Ausgenommen davon sollen nur die 500.000 Euro sein, die im kommenden Jahr für die Sanierung des Hauses der Jugend in Oberpleis investiert werden sollen. Die Verwaltung soll bis zur Ratssitzung eine Prioritätenliste aufstellen, welche Projekte vorrangig zu realisieren sind.

CDU-Fraktionschef Josef Griese begründete den Kürzungsantrag damit, dass die Verwaltung personell gar nicht in der Lage sei, alle angemeldeten Projekte umzusetzen. Er nannte konkret die geplante Erneuerung der Kälteanlage im Schulzentrum Oberpleis für 400.000 Euro als Maßnahme, über die sicher noch einmal nachgedacht werden könnte.

Dezernent Theo Krämer bestätigte den Personalnotstand. „Wir haben drei Ingenieurstellen, die seit einem halben Jahr nicht besetzt sind. Vor diesem Hintergrund können wir nicht alle Projekte realisieren“, sagte er. Man spreche über ein Volumen, das die Verwaltung nicht mal zur Hälfte umsetzen könnte. Gleichzeitig habe man bei den Erhaltungsaufwendungen aber alles aufgelistet, was aus fachlichen oder rechtlichen Gründen für erforderlich gehalten werde.

Cornelia Mazur-Flöer (SPD) wollte wissen, warum die Verwaltung nicht frühzeitig darüber informiert habe, dass sie ohnehin nicht alle angemeldeten Projekte realisieren könne. Und bekam eine deutliche Antwort von Krämer. „Ich rede mir da schon seit Langem den Mund fusselig. Ich ziehe mir gerne mal einen Schuh an. Den aber nicht“, sagte er.

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