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Sieben Jungtiere gesichtet: Schwanen-Nachwuchs in Niederdollendorf

Sieben Jungtiere gesichtet : Schwanen-Nachwuchs in Niederdollendorf

Die Kleinen sind da: Sieben Schwanenküken schwimmen derzeit mit ihren Eltern im Rhein an der Niederdollendorfer Fähre. Für Mensch und Hund gilt: Abstand halten!

Gute Nachrichten von der Schwanenfamilie, die sich auf der Kribbe nahe der Rheinfähre in Niederdollendorf niedergelassen hat: Sieben flauschige Küken machten sich in den vergangenen Tagen gemeinsam mit ihren Eltern zu ihren ersten Badeausflügen auf. Aber auch wenn die Kleinen jetzt unterwegs sind, für Neugierige gilt weiterhin: Abstand halten!

Wer die Großfamilie näher betrachten will, sollte einen Feldstecher oder ein gutes Teleobjektiv mitbringen. Auch Hunde sollten in der Nähe angeleint bleiben und Eltern auf ihren eigenen Nachwuchs besonders achten. Dem Nest, dass die Familie noch in den kommenden vier Wochen regelmäßig aufsuchen wird, darf man sich nicht nähern – das besagt das Bundesnaturschutzgesetz.

Wie berichtet, hatten sich engagierte Tierschützer für das brütende Schwanenpaar eingesetzt, nachdem sie beobachtet hatten, wie Angler, Mountainbiker und Familien dem Gelege auf der Kribbe immer wieder gefährlich nahe gekommen waren. Die Stadt reagierte, stellte auf der Kribbe einen Zaun auf und verbot das Betreten. Vor Jahren hatte ein ähnlicher Fall in Bad Honnef die Tierschützer auf den Plan gerufen. Damals sperrten Stadt und Feuerwehr ein Areal am Toten Rheinarm ab, um brütende Schwäne zu schützen.

Dank an das GA-Redaktionsteam

Die Königswinterer Schwanenfreunde hielten jetzt wochenlang ein wachsames Auge auf die Tiere – vor allem bei Rhein in Flammen, zu dem der Strand rund um die Kribbe mit Flatterband abgesperrt wurde. Zudem hängten sie die verschiedenen Berichte des General-Anzeigers über das Schwanenpaar aus und warben bei den Besuchern um Verständnis.

„Wir wollten dem ganzen Redaktionsteam recht herzlich für die Unterstützung danken. Ohne Ihre Artikel gäbe es diese Großfamilie nicht. Da sind wir uns sicher“, schrieben die Tierschützer nun an den General-Anzeiger. Gleichzeitig mahnen sie aber weiter zur Rücksichtname. Denn sie befürchten, dass sich nun noch „zusätzlich distanzlose Foto- und Videojäger“ dazugesellen.

Bleibt zu also zu hoffen, dass das Paar sicher und ruhig ihre Jungen großziehen kann. 2015 und 2016 wurden die Nester vom Hochwasser weggeschwemmt, 2017 sind zwei Jungtiere nach wenigen Wochen spurlos verschwunden.