Edgar Allen Poe zu Gast im Schultheater: Schüler inszenieren Gruseltheater in Königswinter

Edgar Allen Poe zu Gast im Schultheater : Schüler inszenieren Gruseltheater in Königswinter

Zur Theaternacht mit „Grusel-Po(e)tenzial“ lud der Literaturkurs der Jugenddorf Christophorusschule ein. Mit Inszenierungen auf mehreren Bühnen entführten die Oberstufenschüler in die Welt des Horror-Meisters. Das Publikum war begeistert.

Dunkel ist es in der CJD-Aula. Auf der Bühne verharren acht Figuren mit schwarzen Hüten, an denen neonfarbene Bänder leuchten. Musik, Stille. Dann Donnerschläge, immer schneller, einem rasend pochenden Herzen gleich. Die acht Figuren steigen von der Bühne und beginnen, sich wie Marionetten zu bewegen.

Eine Theaternacht mit „Grusel-Po(e)tenzial“ präsentierte der Literaturkreis der Schule, und wie der Titel zeigte: Die Schüler hatten sich Edgar Allan Poe gewidmet, dem Meister der düsteren Horror- und Detektivromane. Herausgekommen ist eine Inszenierung voller Fantasie und mit herausragenden schauspielerischen Leistungen, die das Publikum in den Bann zogen.

Acht Schüler – die Gestalten mit den schwarzen Hüten – waren dafür in die Rolle von Edgar Ellen Poe geschlüpft. Sie und die übrigen Akteure – insgesamt 48 Schüler der Q 1 – hatten sich mit seiner Biografie und seinen Werken auseinandergesetzt.

Die Schauspieler wurden auf acht Gruppen verteilt, jede spielte eine Geschichte aus Poes Feder oder über den Schriftsteller, dessen Todesumstände bis heute ungeklärt sind.

Drei Tage Theater-Klausur in Xanten zur Vorbereitung

Lehrerin Beate Schöndube und ihre Kolleginnen Edith Gogos und Stephanie Manz erarbeiteten mit den Schülern Werke von Edgar Allan Poe, sie fuhren eigens mit ihnen für drei Tage nach Xanten, um abseits vom Schulalltag Grundlagen der Schauspielerei aufzubauen. „Die Schüler haben in der sehr intensiven Zeit auch für sich herausgefunden, wo es für sie persönlich langgeht.“

In der Theaternacht wurden die Zuschauer mit verschiedenfarbigen Eintrittskarten auf die acht Gruppen verteilt. Die Poe-Darsteller übernahmen die Rolle der „Wegweiser“ zu den Bühnen, die auf die ganze Schule verteilt waren.

Während der Ortswechsel erläuterten sie die folgenden Darbietungen. Diese gaben Einblicke in die Welt des Schriftstellers, dessen Leben alles andere als gradlinig verlief und bis heute voller Mysterien steckt.

„Was die Welt gemeinhin Genie nennt, ist jener krankhafte Geisteszustand, welcher aus einer ungebührlichen Vorherrschaft einer einzigen Fähigkeit über alle anderen erwächst. Die Werke solcher Genies sind niemals von echter Gesundheit und verraten in speziellen Punkten stets einen wahnhaften Geist“, zitierten die Schüler Poe im Programmheft. Das Publikum war jedenfalls beeindruckt – nicht nur vom Gruselfaktor.

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