Gymnasium Oelberg in Oberpleis: Schüler geben Weihnachtskonzert der anderen Art

Gymnasium Oelberg in Oberpleis : Schüler geben Weihnachtskonzert der anderen Art

Die Schüler des Gymnasiums am Oelberg begeistern bei ihrem Weihnachtskonzert mit Rock, Pop und viel Stimmung. Es ist ein Fest für die Ohren der etwas anderen Art.

36 Saiten und fast ebenso viele Haken, mit denen die Tonart eingestellt wird – Harfe zu lernen ist sicherlich kein Kinderspiel. Für Lina Schramm ist es jedoch das Instrument ihrer Träume. Wenn sie die Saiten anzupft, schmelzen die Zuhörer geradezu dahin: Weiche, sanfte Töne klingen dann durch den Raum und hüllen den Zuhörer wie ein warmer Mantel ein. Das passende Instrument also für die Adventszeit. Das Gymnasium am Oelberg war stolz, mit Lina Schramm eine besonders talentierte Harfenistin beim diesjährigen Weihnachtskonzert präsentieren zu können. Für Begeisterung sorgte die angehende Abiturientin aber nicht nur durch den Klang ihres Instruments, sondern auch mit ihrer schönen Stimme. Das gefühlvolle Stück „Fine“, das sie am Donnerstagabend in der Aula des Schulzentrums präsentierte, war zudem eine Eigenkomposition. „Das Gesicht sollten sie sich merken. Ich glaube, da wird was ganz Großes draus“, sagte Lehrer Fabian Knauss, der durchs Programm führte, sichtlich beeindruckt.

Doch das Oberpleiser Gymnasium hat nicht nur ein musikalisches Talent in seinen Reihen – in zahlreichen kleineren und größeren „musikalischen Werkstätten“ der Schule war im Vorfeld des Konzerts fleißig am Programm gebastelt worden. Das Schulorchester unter Leitung von Christian Finkenrath, die Schulband „NRBO“, das Brass-Ensemble der Oberstufe, die Ukulele-AG und die Jazztanz-AG, die Oberstufen-Band „Rich Mondis“, die Boomwhacker-Ensembles der Klasse 5 und des Grundkurses der Jahrgangsstufe 11 sowie mehrere Solisten trugen dazu bei, dass das Konzert zu einem großen Erfolg wurde.

Da die beliebten Ohrwürmer der Advents- und Weihnachtszeit derzeit an fast jeder Ecke erklingen, präsentierten die Schüler ein „Fest für die Ohren“ der etwas anderen Art – nämlich Lieder, die zwar eigentlich nicht weihnachtlich, deswegen aber nicht minder schön anzuhören waren. So rockten die beiden Schülerbands mit Songs von „Metallica“ und den „Foo Fighters“ die Aula. Durch Mark und Bein ging der Soloauftritt von Bassist Can Bayar, begleitet von Mirco Lenhard am Schlagzeug. Den Titel „Pulling Teeth“ trug das Stück nicht umsonst – „Wenn sie sich gleich wie beim Zahnarzt fühlen, haben sie den Spirit dieses Songs ganz gut aufgenommen“, so Knauss.

Freude und Leidenschaft fürs Tanzen

Auch das Schlagzeug-Solo von Tim Schneider war nichts für sanfte Gemüter. Der Oberstufen-Schüler hatte das Stück „Kids“ der Band „Leoniden“ ausgewählt: „Die Gruppe ist zwar nicht so bekannt, aber die Musik ist super gut“ – fand das Publikum auch und sparte nicht mit Applaus. Ruhiger und somit auch weihnachtlicher kam das russische Volkslied daher, das Achtklässler Valentin Gleesner auf seiner Querflöte präsentierte. Auch er wurde für den Solo-Auftritt mit begeistertem Beifall belohnt.

Als besonderer Stimmungsmacher erwies sich wieder die „Spielzeuggitarren-Gruppe“ unter Regie von Knauss. Die kleinen Ukulelen sehen zwar aus wie aus dem Spielzeugkatalog, sind aber Miniatur-Ausgaben der Gitarre und somit natürlich „echte“ Instrumente. Was den Klang angeht, kommen die Kleinen sowieso ganz groß raus. Mit dem Stück „Count on me“ von Bruno Mars sorgte das Ensemble aus Schülern der sechsten Klassen auch für rundum gute Laune.

Immer wieder ein Höhepunkt bei Konzerten und Veranstaltungen des Gymnasiums sind die Auftritte der Jazztanz-AG unter Leitung von Anika Müller. In diesem Schuljahr wollten so viele Schülerinnen mitmachen, dass sogar zwei Gruppen eingerichtet werden konnten. Entsprechend kamen die Zuschauer auch in den Genuss von gleich zwei Choreografien. Sichtlich viel Freude und Leidenschaft fürs Tanzen ließ den Funken ins Publikum schnell überspringen – es war eine Freude, den Tänzerinnen zuzuschauen, die sich für ihren Auftritt mit passendem Outfit und schicken Frisuren herausgeputzt hatten. Nicht weniger mitreißend waren die Präsentationen der beiden Boomwhacker-Ensembles unter Leitung von Anja Heyn. Die Schüler stellten unter Beweis, dass man mit unscheinbaren Plastikröhren richtig Stimmung machen kann.

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