Dreharbeiten in Königswinter: Schloss Drachenburg erneut Kulisse für "Babylon Berlin"

Dreharbeiten in Königswinter : Schloss Drachenburg erneut Kulisse für "Babylon Berlin"

Schloss Drachenburg hat in diesem Jahr 232.000 Besucher empfangen - das ist neuer Rekord. Und noch eine Neuigkeit meldet das Königswinterer Märchenschloss: 2019 wird dort voraussichtlich wieder für die Erfolgsserie „Babylon Berlin“ gefilmt.

Dank einer gut besuchten „Einzigartigen Weihnachtszeit“ verzeichnet Schloss Drachenburg in diesem Jahr einen Rekordbesuch. Mit 232.000 Besuchern wird der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2016 (206.000) noch einmal deutlich überschritten. 2017 kamen sogar 50.000 Gäste weniger als in diesem Jahr.

An den vier Adventswochenenden 2018 wurden bei der „Einzigartigen Weihnachtszeit“ knapp über 40.000 Besucher gezählt. „Das Wetter hat uns dabei nicht in die Karten gespielt. Mal verliert man, mal gewinnt man“, sagt Joachim Odenthal, Geschäftsführer der Schloss Drachenburg gGmbH. Nur das dritte Adventswochenende war nicht verregnet. „Dennoch sind wir mit der Besucherzahl zufrieden“, so Odenthal. Wichtiger sei, dass die Gäste glücklich gewesen seien. „Wir haben durchweg gute Resonanz erhalten.“

Ab dem 1. Januar 2019 um 12 Uhr kann das Schloss wieder besichtigt werden. Im kommenden Jahr werden das Gebäude und der Park, die sich im Eigentum der NRW-Stiftung befinden, erstmals fast durchgehend geöffnet sein. Eine Ausnahme ist die rund einwöchige Aufbauphase für den nächsten Weihnachtsmarkt.

Führungen durch Filmset geplant

Eine zweite Ausnahme sind die erneuten Dreharbeiten für zwei große Fernsehproduktionen, die bereits im laufenden Jahr den Bekanntheitsgrad des Schlosses mächtig erhöht haben. „Wir stehen in abschließenden Verhandlungen mit der Produktionsgesellschaft von Babylon Berlin“, berichtet Odenthal. Ende Februar/Anfang März sollen Szenen der neuen Staffel der Erfolgsserie in Königswinter gedreht werden.

Bereits in diesem Jahr hatte sich das Schloss, das Baron von Sarter Ende des 19. Jahrhunderts erbauen ließ, im Film in den Wohnsitz des Stahlfabrikanten Alfred Nyssen, gespielt von Lars Eidinger, verwandelt. Die Szenen waren im November 2016 gedreht worden. Wenn die Filmproduktion zustimmt, könnte das Schloss erst recht zur Attraktion werden. „Wir haben angefragt, ob wir an einem Wochenende Führungen durch das Set machen können“, sagt Odenthal. Bisher habe man jedoch noch keine Antwort erhalten. Das Interesse daran dürfte riesengroß sein.

Bei der zweiten Fernsehproduktion handelt es sich um eine weitere Folge der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ mit Horst Lichter. Gedreht werden soll Ende September. Dazu kommen weitere kleinere Produktionen.

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