Lemmerz-Freibad-Initiative in Königswinter: Rund 10.000 Unterschriften für das Freibad

Lemmerz-Freibad-Initiative in Königswinter : Rund 10.000 Unterschriften für das Freibad

Die Königswinterer Initiative möchte das Frühschwimmen im Lemmerzbad retten und legt einen neuen Bürgerantrag vor.

Die Lemmerz-Freibad-Initiative ist bereit, 5.250 Euro zur Verfügung zu stellen, um das Frühschwimmen zu erhalten. In einem Bürgerantrag fordert die Initiative, dass der städtische Haupt-, Personal- und Finanzausschuss im Gegenzug seinen Beschluss vom 14. März, das Frühschwimmen in diesem Jahr zu streichen, zurücknimmt.

9.856 Unterschriften gegen die Schließung des Bades haben die Schwimmbadfreunde seit Mitte Februar gesammelt, wie ihre Sprecherin Annette Hertner jetzt bekannt gab. Davon stammen 6.012 Unterschriften von Königswinterer Bürgern über 16 Jahren.

Knapp 8.000 Unterzeichner waren es bereits Mitte März, was jedoch nichts an der Entscheidung des Ausschusses änderte, das Frühschwimmen zu streichen. Damals lag bereits ein Bürgerantrag der Initiative vor, der Schwimmtreff GmbH als Betreiber des Bades Saisonkarten im Gegenwert von 4.500 Euro abzukaufen, wenn das Frühschwimmen dafür an drei Tagen pro Woche erhalten bleibt.

Nun unternimmt die Initiative einen erneuten Anlauf. Sie rechnet vor, dass die von ihr angebotenen 5.250 Euro nach Ausführung der Verwaltung der Einsparsumme von dreieinhalb Monaten à 1.500 Euro entsprechen. Wobei sie diese für unrealistisch hält, da bei einem Verzicht auf das Frühschwimmen mit einem deutlichen Rückgang der Saison-, Zehner- und Happy-Hour-Einzelkarten zu rechnen sei. Im Gegenzug fordert sie die durch das Frühschwimmen erzielten Einnahmen. Das Frühschwimmen soll wie in den Jahren zuvor an mindestens drei Tagen von 7 bis 9.30 Uhr unabhängig von der Temperatur stattfinden.

Darüber hinaus fordert die Initiative, dass der Beschluss des Sportausschusses über die Schlechtwettertage aufgehoben wird. Er besagt, dass das Freibad künftig ganztägig geschlossen bleibt, wenn die Wetterprognose des General-Anzeigers vom Vortag eine Tagestemperatur von unter 18 Grad vorhersagt. Stattdessen solle ein Ruhetag eingeführt werden.

Die Initiative erwartet für ihre freiwillige Unterstützung die Einberufung der Bäder AG in der Woche vom 18. bis 22. April. Dort sollen ihre Vorschläge diskutiert und verbindliche Regelungen vor dem Beginn der Freibadsaison am 8. Mai festgelegt werden.

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