Kommunalwahl 2020: Peter Wirtz will in Königswinter eine weitere Amtszeit

Kommunalwahl 2020 : Peter Wirtz will in Königswinter eine weitere Amtszeit

Die CDU hat Amtsinhaber Peter Wirtz als ihren Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl 2020 vorgestellt. Wirtz erklärte seine drei Wünsche für eine neue Amtszeit.

Drei Wünsche hat Bürgermeister Peter Wirtz, wenn er im September 2020 für fünf weitere Jahre von den Königswinterern im Amt bestätigt werden sollte. In seiner nächsten Amtszeit möchte er das neue Hallenbad und das sanierte Freibad der Nutzung übergeben.

Außerdem will er durch die neue Unterführung an der Drachenfelsstraße in der Altstadt gehen. "Und ich möchte durch das neu gestaltete Ortszentrum von Oberpleis schlendern", sagte er bei seiner Präsentation als CDU-Kandidat für die Kommunalwahlen am 13. September 2020.Im neu eröffneten "Alten Zoll" in Oberpleis fand die Vorstellung statt, nur wenige hundert Meter vom neuen Wohnsitz des Bürgermeisters entfernt, der klimaneutral zu Fuß gekommen war.

Der Vorstand des Stadtverbands sowie die Ortsverbands- und Vereinigungsvorsitzenden der CDU Königswinter hatten Wirtz, der im Januar 60 Jahre alt wird, auf ihrer jüngsten Sitzung als Kandidaten nominiert. Endgültig muss die Mitgliederversammlung, voraussichtlich im Dezember, noch zustimmen. "Peter Wirtz ist weiter unsere erste Wahl.

Wirtz bekommt ein gutes Zeugnis

In 20 Jahren hat er Hervorragendes für unsere Stadt geleistet", sagte der Stadtverbandsvorsitzende Roman Limbach. "Peter Wirtz lebt, liebt und ehrt das Amt des Bürgermeisters. Für ihn ist es nicht nur ein Job", so Limbach weiter. Er bescheinigte dem Amtsinhaber die vier entscheidenden Eigenschaften, die ihn für dieses Amt wie keinen anderen qualifizieren würden: Kompetenz, Verantwortung, Bürgernähe und Verlässlichkeit. Kompetenz als Verwaltungschef und in der Personalführung. Verantwortung auch in schwierigen Situationen.

"Er scheut keine Entscheidungen, auch wenn ihm der Wind entgegen weht", so Limbach. Im Gegensatz zu manchem Bürger, der mitreden wolle, behalte er die gesamte Bandbreite, die ein Bürgermeister sehen müsse, im Blick und bewahre dabei stets Ruhe und Haltung. Ein kleiner Seitenhieb auf den Gegenkandidaten Lutz Wagner, der angekündigt hat, verstärkt den Dialog auch mit kritischen Bürgern suchen zu wollen. Bei der Bürgernähe bescheinigte Limbach dem Amtsinhaber Topwerte. "Nicht nur in der fünften Jahreszeit ist er der Ansprechpartner schlechthin für die Vereine. Er geht in die Altenheime genauso wie in die Kitas."

Bei der Verlässlichkeit sparte Limbach nicht mit Eigenlob für seine Partei. "Die CDU war bei vielen Entscheidungen die einzige Kraft, die nicht dauernd gewechselt hat", meinte er. Als Beispiel führte er die jüngste Diskussion über den Bebauungsplan Sumpfweg-Süd an. Dabei habe man stets die volle Unterstützung durch den Bürgermeister. "Peter Wirtz ist der Garant für Zuverlässigkeit und Partnerschaft." Das müsse man auch vor dem Hintergrund derer, die sich um das Amt neu bewerben, sehen.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Josef Griese berief sich auf seine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister in den vergangenen zwölfeinhalb Jahren. Mit seinem Fachwissen habe er die absolute Qualifikation für das Amt, was sich auch in der Kooperation mit Landrat, Kreis und übergeordneten Behörden zeige. "Peter Wirtz ist die richtige Person, die unsere Stadt in eine gute Zukunft führen wird", meinte er.

Der Vielgelobte freute sich über so viel Zustimmung. Er hoffe auf mindestens 50 Prozent der Stimmen, um von einer Mehrheit der Bürger in der Stadt getragen zu werden. Die Zeiten würden nicht einfacher, vor allem falls eine Gruppierung in den Stadtrat einziehen sollte, die zurzeit noch nicht dort vertreten sei - eine Anspielung auf die AfD. "Ich möchte weiter in diesem faszinierenden Amt tätig sein. Ich liebe die Arbeit für die Stadt", zeigt Wirtz sich auch nach 20 Jahren alles andere als amtsmüde. Er möchte in den nächsten fünf Jahren weiter an einer familien- und generationengerechten Stadt arbeiten.

Wohnraum wird ein Kernthema

Vor dem Hintergrund der immer älter werdenden Bevölkerung stelle sich zum Beispiel die Frage, ob im Rhein-Sieg-Kreis mit künftig 640 000 Einwohnern ein Angebot mit zwei stationären Hospizen noch reiche. "Vielleicht können wir dieses Thema auch in unserer Stadt anpacken", so Wirtz. Auf privater Ebene habe er hier zuletzt eine "segensreiche Erfahrung" gemacht.

Als weiteres wichtiges Thema nannte er die Schaffung von weiterem Wohnraum. Hier wolle er die Initiative ergreifen, um die Innenverdichtung weiter zu fördern - zum Beispiel durch Schaffung eines Kapitalstocks für den Erwerb geeigneter Liegenschaften. Das Thema Nachhaltigkeit hatte er bereits durch die Übernahme der Leitungsfunktion in der gerade gegründeten Arbeitsgruppe zur Chefsache erklärt.

Zu seinem Herausforderer Lutz Wagner, der von SPD, Grünen und Königswinterer Wählerinitiative unterstützt wird, wollte Wirtz sich nicht äußern. "Ich kann nur sagen, dass das, was er angekündigt hat, deckungsgleich mit dem ist, was ich die ganzen Jahre schon mache", sagte er. Worauf Roman Limbach die Frage aufwarf, warum sich die Bevölkerung dann für einen Wechsel entscheiden sollte. Experimente seien nicht unbedingt angesagt.