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Peter-Breuer-Sportanlage: Oberkasseler FV trainiert in Dollendorf

Peter-Breuer-Sportanlage : Oberkasseler FV trainiert in Dollendorf

Fußballer aus der Nachbarstadt dürfen ab sofort die Peter-Breuer-Sportanlage ohne erhöhte Gebühr nutzen.

"Für uns ist das keine Notlösung. Wir hätten es vielmehr gar nicht besser treffen können." Uwe Gierlich, Vorsitzender des Oberkasseler FV, hat allen Grund zur Freude: Die Verträge sind unterschrieben, ab sofort kann der Fußballverein aus der Nachbarstadt regelmäßig auf der Peter-Breuer-Sportanlage trainieren, und zwar zu den gleichen Konditionen wie Königswinterer Vereine. Eine "Win-Win-Situation" für beide Seiten nennt das Hans-Peter Giesen, Geschäftsbereichsleiter Schule, Sport und Jugend der Stadt Königswinter.

Tatsächlich wird die Sportanlage von Königswinterer Vereinen nur spärlich genutzt: Lediglich eine Mannschaft des Dollendorfer Sportvereins Königswinter sowie Leichtathleten trainieren hier regelmäßig. Bei den Oberkasseler Fußballern indes herrscht im wahrsten Sinne des Wortes Platzmangel. Dort sind die Kapazitäten längst ausgeschöpft, zumal der Oberkasseler Sportplatz ab Ende Mai in einen Kunstrasenplatz umgebaut wird und vorübergehend nicht nutzbar ist.

Bereits seit 2012 trainiert der FV zu bestimmten Zeiten auch in Königswinter - und zahlt dafür eine für auswärtige Vereine erhöhte Benutzungsgebühr. Da allerdings von den rund 290 kickenden Jugendlichen rund 120 aus Königswinter kommen, bat der Vorstand die Stadt, die für Königswinterer Vereine geltenden Tarife nun auch auf den eigenen Verein zu übertragen. "Ohne diesen Vertrag hätte es einen Aufnahmestopp in unserem Verein geben müssen", freut sich Geschäftsführer Bernd Wessel über die positive Entscheidung seitens des Stadtsportbundes Königswinter und des Sportausschusses.

Die Stadt hatte zugestimmt, da sich der Verein aus der Nachbarstadt mit seinem Angebot auch an Königswinterer Kinder und Jugendliche richtet und somit zur Grundversorgung in diesem Bereich beiträgt. Ab sofort wird der FV Oberkassel mit seinen mehr als 400 aktiven Mitgliedern die Sportanlage wochentags täglich nutzen. Vorgesehen ist, die Mannschaften im Wechsel je einmal wöchentlich in Königswinter und in Oberkassel trainieren zu lassen, so dass nicht nur ein bestimmtes Team pendeln muss.

Gierlich ist besonders über die gute Verkehrsanbindung des Sportplatzes froh: "Uns ist es wichtig, die Kinder und Jugendlichen sicher von A nach B zu bekommen." Auch die Lagerräume unter der Tribüne sowie das sehr gute Flutlicht seien Pluspunkte der Anlage, "die auch viel größer ist als unsere eigene".