1. Region
  2. Siebengebirge
  3. Königswinter

Stadtrat erteilt Genehmigung: Neue Rettungswache in Oberpleis darf gebaut werden

Stadtrat erteilt Genehmigung : Neue Rettungswache in Oberpleis darf gebaut werden

Jetzt können die Bagger am Oberpleiser Tankstellenkreisel anrücken: Der Stadtrat hat die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Nach etwa einem Jahr Bauzeit können die Rettungswagen von der neuen Wache aus zu Einsätzen im Bergbereich von Königswinter und Bad Honnef fahren.

Der Stadtrat Königswinter hat in seiner jüngsten Sitzung den Weg für den Bau der neuen Rettungswache in Oberpleis frei gemacht. Die Kommunalpolitiker stimmten der Änderung des Flächennutzungsplans ebenso zu wie der Aufstellung des Bebauungsplans. Damit können dort bald die Bagger anrücken – ursprünglich war der Baubeginn bereits für Januar vorgesehen.

Von der neuen Rettungswache am Tankstellenkreisel in Oberpleis aus sollen in Zukunft der Bergbereich des Königswinterer Stadtgebietes und Teile von Bad Honnef, beispielsweise Aegidienberg mit einigen seiner Ortschaften, versorgt werden. Außerdem werden die Rettungswagen bei Bedarf auch in Sankt Augustin, Hennef und Asbach eingesetzt. Das wird dann der Fall sein, wenn die die dort stationierten Fahrzeuge bereits im Einsatz sind.

Platz für fünf Fahrzeuge

Das Gelände, auf dem die neue Rettungswache entsteht, ist 6295 Quadratmeter groß, die Räume in den Gebäuden sind auf 1168 Quadratmeter Fläche auf zwei Geschossen verteilt. Das lässt noch Raum für mögliche Erweiterungen.

Die Fahrzeughalle im eingeschossigen Teil des Gebäudes hat Stellplätze für fünf Fahrzeuge und einen weiteren Platz in einer Desinfektionshalle. Hier sind auch die Technik und das Lager untergebracht. Im zweigeschossigen Wachgebäude gibt es einen Aufenthaltsraum, eine Küche und Umkleide- und Sanitärräume. Außerdem wird im Obergeschoss ein 60 Quadratmeter großer Schulungsraum angelegt.

Investition von 3,4 Millionen Euro

Die Baukosten sind mit insgesamt 3,4 Millionen Euro veranschlagt und werden zunächst von der Stadt Königswinter als Träger des Rettungsdienstes bezahlt. Die Stadt geht allerdings davon aus, dass die Investition vom Kostenträger, den Krankenkassen, über die Gebühren weitgehend erstattet werden.

Die Bauzeit ist auf rund zwölf Monate kalkuliert, sodass im nächsten Jahr die ersten Rettungsfahrzeuge von der neuen Wache aus starten könnten. Die bisherige Rettungswache in Ittenbach ebenso wie der provisorische Standort in Ruttscheid sollen mit Inbetriebnahme der neuen Wache geschlossen werden.

Im Vorfeld musste das Problem gelöst werden, wie die Wache so an den Straßenverkehr angeschlossen wird, damit beim Ausrücken im Alarmfall keine lebenswichtige Zeit verloren geht. Nun soll es eine Alarm­ausfahrt geben, die einen fünften Arm am Kreisel bildet. Außerdem soll eine Schrankenanlage installiert werden, deren Schranke nur bei Alarm aufgeht.