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Wohnungsbau: Mehr Bewerber als Wohnungen in Oberpleis

Wohnungsbau : Mehr Bewerber als Wohnungen in Oberpleis

An der Herresbacher Straße in Oberpleis entstehen 15 sozial geförderte Wohnungen. Der Bezugstermin ist im Januar 2019.

Mit Höhenangst hat Hubert Kofferath kein Problem. Zum Richtfest des Mehrfamilienhauses an der Herresbacher Straße in Oberpleis hatte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft (WWG) der Stadt Königswinter gemeinsam mit Polier Wolfgang Floßdorf das oberste Stockwerk des Rohbaus erklommen. Insgesamt 15 Wohnungen entstehen dort derzeit unter WWG-Regie. Wenn alles nach Plan läuft, sollen im Januar 2019 die ersten Bewohner einziehen. „Unsere Region erlebt einen regen Bevölkerungszuwachs“, sagte Kofferath bei der kleinen Feier am Dienstag, zu der neben Bürgermeister Peter Wirtz unter anderem auch Projektsteuerer Ägidius Strack sowie Vertreter der beteiligten Architektur- und Baufirmen erschienen waren. Eine Folge sei, dass Wohnungen geschaffen werden müssten.

Allein der zuletzt erschienene Abschlussbericht der WWG für das Jahr 2016 hatte die gestiegene Nachfrage nach preisgünstigem Wohnraum in der Stadt dokumentiert: Im Jahr 2016 bewarben sich insgesamt 187 Menschen bei der WWG um eine Wohnung, 2015 lag die Zahl noch bei 128.

„Ziel und Auftrag der WWG ist es, dem Wunsch nach preisgünstigem öffentlich geförderten Wohnungsbau in Königswinter nachzukommen“, so Kofferath. Zugleich sollten die Wohnungen aber auch „attraktiv sein und einen hohen Nutzwert haben“. Diesem Anspruch, da waren sich Kofferath und sein WWG-Kollege Andreas Pätz beim Richtfest am Dienstag einig, werde der Neubau in Oberpleis, der unter anderem mit Balkonen und Aufzügen ausgestattet sein wird, gerecht.

Unterstützung

Unterstützt durch Mittel des öffentlich geförderten Wohnungsbaus von Bund und Land investiert die WWG rund drei Millionen Euro in das Neubauprojekt. Im September vergangenen Jahres hatten die Arbeiten auf dem Grundstück an der Herresbacher Straße begonnen, das die WWG zuvor von der Stadt erworben hatte. Die ursprüngliche Planung hatte vorgesehen, in dem Mehrfamilienhaus geflüchtete Menschen unterzubringen. Nach dem Abebben der Flüchtlingswelle werden die Wohnungen nun nach ihrer Fertigstellung an Wohnungssuchende mit Berechtigungsschein vergeben.

Insgesamt entstehen sieben Wohnungen mit vier Zimmern, Küche und Bad mit jeweils 91 Quadratmetern Wohnfläche, eine gleiche Zahl Zwei-Zimmer-Wohnungen mit 61 Qua-dratmetern Fläche sowie eine Fünf-Zimmer-Wohnung mit 105 Qua-dratmetern. Alle Räume sind barrierefrei, zwei Wohnungen überdies rollstuhlgerecht. „Bei der langen Frostperiode im vergangenen Winter waren die Arbeiten auf der Baustelle alles andere als leicht“, so Kofferath. Trotzdem sei es gelungen, den Zeitplan weitgehend einzuhalten. Nach Fertigstellung des Rohbaus beginnt in wenigen Wochen der Innenausbau, Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.