Projektwoche in der Drachenfelsschule: Maske, Trommel und Thron

Projektwoche in der Drachenfelsschule : Maske, Trommel und Thron

Eine echte Thronfolge: In einer Reihe war Thron neben Thron in der Aula der Drachenfelsschule aufgebaut. Auf ihnen saßen die Herrscher aus Gips, in prächtige Gewänder gehüllt. 17 Schüler zwischen acht und zehn Jahren hatten in einem Kunstprojekt jeweils einen Thron gebaut.

Ein Teil der Kinder schuf dazu gleich noch die Könige. Und die "unbemannten" Sessel dienten als Sitzgelegenheit den Trommlern, die zum Auftakt der Vernissage ordentlich auf die Pauke schlugen. Das Publikum, vor allem Eltern und Geschwister, aber auch Vizebürgermeister Sokratis Theodoridis, hatte viel Spaß an diesem erfrischenden Auftakt der Präsentation der Meisterwerke aus der Drachenfelsschule. Marcel, Kevin, Justin, Swen, Serhan und Lena berichteten, was sie während des einwöchigen Projektes, das ihre Schule in Kooperation mit der Bundeskunsthalle in Bonn durchführte, so alles gemacht hatten. Mit den Museumspädagoginnen Uschi Baetz und Barbara Dörffler besuchten sie zunächst die Ausstellung "Afrikanische Meister" und schauten sich dabei auch einiges von den Künstlern von der Elfenbeinküste ab.

Anschließend zeichneten sie sich gegenseitig. Dann wurden sie fotografiert und überarbeiteten ihre Porträts mit Farbe unter dem Gesichtspunkt: "Was macht uns eigentlich einzigartig?" Denn auch die afrikanischen Künstler prägen ihre Werke mit etwas Individuellem aus der eigenen Persönlichkeit. Masken und Trommeln entstanden und eben jene Herrscher, deren Vorbilder bildhauerische Werke aus Holz waren. Serhan erklärte: "Viele saßen auf einem Thron, weil es Könige waren." Lena berichtete dem Publikum: "Es hat Spaß gemacht. Wir werden weiterhin ganz viel trommeln."

Als Erinnerung bleiben den Kindern jedoch nicht nur ihre Kunstwerke, sondern auch der Film "Der Blick in den Spiegel", der nun Premiere hatte. Der Kameramann Benjamin Leers hat mit den älteren Schülern Leonard, Florence und Arlind den Streifen während der Projektwoche gedreht. Franziska Müller-Luhnau, die Leiterin der Förderschule, dankte dem Team der Bundeskunsthalle für die großzügige Unterstützung. Christian Gänsicke, Leiter Kunstvermittlung und Bildung des Hauses: "Ich ziehe den Hut vor dieser Leistung!" Vizebürgermeister Theodoridis meinte: "Ich bin nicht nur berührt, sondern auch gerührt." Mit wenigen Mitteln, aber großem Einfallsreichtum des Kollegiums entstehe hier immer wieder bei solchen Projekten etwas Großartiges. Und als Musiklehrerin Cornelia Weiß mit den Kindern ein afrikanisches Lied sang, klatschten alle begeistert im Takt mit.

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