Rheintor und der Pulverturm sollen folgen : Das Neutor in Linz ist fertig saniert

Linz feiert das Ende der einjährigen Sanierung des Neutors. Das Rheintor und der Pulverturm werden folgen. Die Kosten sind auf 520.000 Euro veranschlagt.

Massive dicke Mauern, ein Spitzbogentor und ein imposantes Fallgatter: Das Neutor zeugt eindrucksvoll von der mittelalterlichen Wehrhaftigkeit der Stadt Linz. Und es strahlt in neuem Glanz, wie Stadtbürgermeister Hans-Georg Faust erfreut feststellte. Mit einer kleinen Feier beging die Stadt das Ende der einjährigen Sanierung.

Seit 2017 war das Tor, Teil der pittoresken Altstadt, mit rot-weißem Flatterband und einem Gerüst versehen. Putzstücke waren abgebröckelt, der Spitzbogenfries auf den Konsolen unterhalb des Dachs und die Fenstergewände waren verwittert. Man habe damals vor der Frage gestanden, ob man das Neutor überhaupt noch erhalten könne, so Faust.

Die veranschlagten Sanierungskosten in Höhe von 520.000 Euro hätte sich Linz ohne den Zuschuss des Landes Rheinland-Pfalz nicht leisten können. Das Land gab 472.000 Euro. Zudem erhielt die Stadt für das Neutor und weitere Teile der noch bestehenden mittelalterlichen Stadtbefestigung über das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Fördermittel von Bund und Land.

Auch die Stiftung Stadtsparkasse Linz gab einen Zuschuss.Kosten stiegen um 110.000 Euro Allerdings: Die Sanierungskosten erhöhten sich inzwischen auf 630.000 Euro. Ob die Mehrkosten vom Land berücksichtigt werden, steht laut Hansjörg Scholl von der AG "Leben in der Altstadt" noch nicht fest. Als nächstes geht die Stadt die Sanierung des Rheintors und des Pulverturms an. "Gesichert werden müssen auch die hohen Stadtmauern-Fragmente im Bereich der Realschule", so Faust, der eine größere Feier der Neutor-Sanierung ankündigte, sobald auch der Platz am Tor neu gestaltet worden sei.

Unter den Gästen, die das Ergebnis der Restaurierung begutachteten, waren neben Verwaltungsvertretern und Stadträten auch die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, Stadtarchivarin Andrea Rönz sowie Reinhard Lahr von der Unteren Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Neuwied, Vertreter des Kölner Ingenieurbüros für Baukonstruktion Schwab/Lemke und die an der Sanierung beteiligten Handwerker um den Steinmetz Karl-Heinz Doll aus Niederzissen.

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