Hobshof: Landwirt sieht seine Existenz bedroht

Hobshof : Landwirt sieht seine Existenz bedroht

"Wenn die Planung in dem Maße umgesetzt wird, ist das für mich existenzbedrohend", sagt Hans Joachim Wolfgarten.

Der promovierte Landwirt verfolgte die Diskussion im Planungs- und Umweltausschuss. Wolfgarten bewirtschaftet den Ende der 1960er Jahre ausgesiedelten Hobshof, der an der K 25 - rund 300 Meter vom Vinxeler Ortsrand entfernt - liegt.

Das mehr als neun Hektar große Areal, für das ein Bebauungsplan aufgestellt werden soll, um die landwirtschaftliche Fläche in Wohnland umzuwandeln, wird von ihm bewirtschaftet.

"Ich bin überrascht und hätte schon erwartet, dass mich mal jemand anspricht", sagt Wolfgarten. Die Flächen, auf denen er Brotweizen, Raps, Zuckerrüben und Gerste zu Futterzwecken anbaut, hat er seit 1990 gepachtet. Ein Großteil der Fläche gehört dem Erzbischöflichen Schulfonds, ein kleinerer Teil privaten Eigentümern.

Dem Landwirt droht der Verlust weiterer Flächen durch die Umsetzung des Bebauungsplans "Kapellenweg West/Holtorfer Straße" und die Planungen für das Gelände um die ehemalige Landwirtschaftskammer in Roleber. Hier bewirtschaftet er 2,5 Hektar der Erweiterungsfläche für den Friedhof, die möglicherweise ebenfalls bebaut werden. (mel)

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