L331 in Köngswinter: Stau nach Sperrung wegen Steinschlags

Sperrung nach Steinschlag : Keine Entwarnung an der L331 im Siebengebirge

Die halbseitige Sperrung der L331, die seit Dienstag für Staus sorgte, wurde am Mittwochabend aufgehoben - allerdings nur kurzzeitig. Für weitere Untersuchungen des Steinschlag gefährdeten Hangs ist die Straße seit Donnerstagmorgen wieder gesperrt.

Starke Nerven brauchten auch am Mittwoch die Autofahrer, die auf der Ferdinand-Mülhens-Straße/Landesstraße 331 zwischen Königswinter-Tal und Ittenbach unterwegs waren. Wie berichtet, hatte nach einem Steinschlag kurz unterhalb der Margarethenhöhe der Landesbetrieb Straßen NRW am Dienstag eine Fahrspur gesperrt und den Verkehr mittels Ampel einspurig an der Abbruchstelle vorbeigeführt.

In der Folge bildeten sich kilometerlange Staus, die Autofahrer kamen im Siebengebirge nur im Schneckentempo voran. Nicht zuletzt, da die Grünphase der eingesetzten Behelfsampel sehr kurz sei, hieß es in gleich mehreren Kommentaren in den sozialen Netzwerken und in E-Mails an den GA. Auch mögliche Ausweichstrecken, um von der Bergregion Richtung Bonn zu kommen, seien im Berufsverkehr schnell überlastet gewesen, schilderten die Betroffenen.

Am Mittwochmorgen verschaffte sich laut Sabrina Kieback, Sprecherin des Landesbetriebs, ein Gutachter gemeinsam mit einem Fachberater des Technischen Hilfswerks (THW) Bad Honnef einen Eindruck vor Ort. „Es ging darum abzuschätzen, mit welchen Mitteln der Hang provisorisch abzusichern ist“, so Kieback. Sollte es zu einem weiteren Steinschlag kommen, müsse verhindert werden, dass Brocken erneut auf die Fahrbahn fielen.

Dieses Video gehört zu einer Kooperation von GA und WDR

Mit 16 Einsatzkräften errichtete daher das THW Bad Honnef ab dem Vormittag eine provisorische Wand aus Holzbalken und Bohlen. „Die Wand hat eine Höhe von etwa einem Meter und wird entlang der schadhaften Stelle auf dem Randstreifen errichtet“, sagte Rolf Schmitz, stellvertretender Ortsbeauftragter des THW.

Unterstützung erhielten die Bad Honnefer dabei durch das THW Siegburg. „Die Siegburger Kollegen haben immer einen fertigen Anhänger mit Rüstholz vorrätig, der bei solchen Einsätzen zum Einsatz kommt.“ Schmitz ging davon aus, dass die Errichtung der provisorischen Stützwand noch am frühen Mittwochabend fertiggestellt werden könne.

Der Landesbetrieb bestätigte, dass die Straße am Abend zwischenzeitlich geplant sei. Jedoch: Am Donnerstag seit etwa 9 Uhr ist die Straße erneut für eine begrenzte Zeit halbseitig gesperrt, um den Hang freizuschneiden. Das sei nötig, um das gesamte Ausmaß der nötigen Hangsicherung abschätzen zu können, so Kieback.

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