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Verleihung in Berlin: Königswinterer erhält Exzellenzpreis

Verleihung in Berlin : Königswinterer erhält Exzellenzpreis

Die Deutsch-Französische Hochschule zeichnete Björn Schümann aus. In seiner juristischen Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit der Frage, was die EU gegen die Diskriminierung behinderter Menschen in der Arbeitswelt tut.

Als er im Jahr 2015 als Jahrgangsbester sein Abitur am Gymnasium am Oelberg in Oberpleis absolvierte, wusste Björn Schümann schon, dass er Jura studieren will – aber es sollte noch eine weitere Qualifikation hinzukommen. Also studierte er nicht nur deutsches, sondern auch französisches Recht in Saarbrücken und Straßburg. Nun wurde er in der Französischen Botschaft in Berlin mit dem mit 1500 Euro dotierten Exzellenzpreis der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) ausgezeichnet.

Im Beisein der französischen Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, und seiner Eltern und Geschwister, die in Heisterbacherrott wohnen, erhielt er den von der Deutsch-Französischen Juristenvereinigung (DFJ) finanzierten Preis. Obwohl er sich selbst beworben hatte, sei er „letztlich doch überrascht gewesen, den Exzellenzpreis zu erhalten“, sagt der 22- Jährige. Die DFJ fördert ausschließlich Juristen aus Deutschland und Frankreich mit binationalem Abschluss.

Diesen erlangte Schümann im Sommer mit der „Licence de droit“, vergleichbar dem deutschen Bachelor, nach dreijährigem Studium am „Centre Juridique Franco-Allemand“ der Universität des Saarlands. Ausschlaggebend sei seine Abschlussarbeit gewesen, in der er sich aus juristischer Sicht mit der Frage befasst hat, was die EU gegen die Diskriminierung behinderter Menschen in der Arbeitswelt tut. Mit dem Preisgeld plant er einen Kurzurlaub in Paris. Er will in Saarbrücken in zwei Jahren sein deutsches Staatsexamen ablegen.