Haus Schlesien: Keine Chance für Tempo 30

Haus Schlesien : Keine Chance für Tempo 30

Mit Verärgerung hat die Kommunalpolitik die ablehnende Haltung des Rhein-Sieg-Kreises zu Tempo 30 auf der L268 zwischen Oelbergstraße und dem Fronhof in Heisterbacherrott zur Kenntnis genommen.

Weitere Themen im Bau- und Verkehrsausschuss waren die Situation an Cahns Berg in Oberdollendorf und an der Kreuzung Siegburger Straße/Am Niederbach/Im Wiesengrund.

Tempo 30: "Wir haben aus unserer Sicht alles getan, was wir tun konnten", sagte CDU-Ratsmitglied Franz Gasper über den erneut gescheiterten Versuch der Stadt, auf der Dollendorfer Straße in Höhe von Haus Schlesien eine geringere Geschwindigkeit durchzusetzen. Damit sollte vor allem der Schulweg für die Kinder, die die Stenzelbergschule besuchen, sicherer werden. Der zuständige Landesbetrieb Straßen und der Rhein-Sieg-Kreis spielen da jedoch nicht mit.

Der Kreis sieht keine Gefahrenlage. Trotz der Ablehnung wird die Verwaltung die entsprechende Rechtsprechung jedoch weiter verfolgen und gegebenenfalls erneut Gespräche aufnehmen. Der Kreis soll auch gebeten werden, häufiger als bisher Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen. Der Verein "Lebenswerte Siebengebirgsregion" ist über die Reaktion aus Siegburg verärgert.

"Herr Wirtz, fordern Sie den Landrat zu einem Gespräch auf gleicher Augenhöhe heraus!", appelliert Pressesprecherin Angela Großmann an den Bürgermeister. "Wollen die Behörden wieder einmal abwarten, wie damals auf dem Schulweg von der Grengelsbitze nach Oberpleis, bis ein schwerer Unfall mit Todesfolge geschieht, ehe gehandelt wird?", fragt auch der stellvertretende Vorsitzende Franz-Friedrich Rohmer.

Cahns Berg: Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung mit einer Baumaßnahme, mit der die Einmündung der Straße Cahns Berg in die Heisterbacher Straße verengt wird. Dadurch soll das jetzt bereits verbotene Rechtsabbiegen von der Heisterbacher Straße aus Richtung Heisterbacherrott verhindert werden. Die Maßnahme soll im Zuge der zurzeit laufenden Neugestaltung des Bereichs um Gut Sülz durchgeführt werden. "Verlängert das die Baumaßnahme um weitere sechs Monate?", fragte Michael Ridder (Königswinterer Wählerinitiative) in ironischer Anspielung auf die Dauerbaustelle.

Siegburger Straße: Die unbefriedigende Kreuzungssituation im Bereich Siegburger Straße/Am Niederbach/Im Wiesengrund in Oberpleis hatte die CDU auf den Plan gerufen. Sie wollte die Verwaltung beauftragen, die Möglichkeiten einer Umgestaltung zu prüfen. Als Probleme nannte die Fraktion die für den Lieferverkehr unzureichend dimensionierte Einmündung der Straße "Im Wiesengrund" in die Siegburger Straße und die schlechte Sicht beim Abbiegen von der Straße "Am Niederberg" in die Siegburger Straße. Nachdem Dezernent Theo Krämer die Planungskosten bei Beauftragung eines Büros auf 30.000 Euro schätzte, soll die Verwaltung nun in Eigenregie planen.