Trauer um Wolfgang Heisterbach: Ittenbacher starb am Aschermittwoch

Trauer um Wolfgang Heisterbach : Ittenbacher starb am Aschermittwoch

Die Öttemicher trauern um Wolfgang Heisterbach. Ausgerechnet an Aschermittwoch starb der Ehrenvorsitzende der Ittenbacher Jecken völlig unerwartet.

Heisterbach wurde 73 Jahre alt. "Der Verein trauert um einen in allen Belangen verdienten Karnevalisten", teilte der Vorsitzende der Öttemicher Jecken, Frank Nicolaus, gestern mit.

Heisterbach war in Ittenbach überall präsent. Ob im Karneval, als Mitglied im Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS), dem er mehr als 25 Jahre angehörte, oder als Vorstandsmitglied im Bürgerverein (VVI). Die meisten Ittenbacher kannten ihn freilich als Inhaber eines Ladens an der Königswinterer Straße, wo er 30 Jahre lang mit seiner Frau Brigitte Busfahrkarten, Lottoscheine, Zeitungen und Süßigkeiten verkaufte.

Im März 2008 war damit Schluss. "Wenn wir heute stolz auf eine 22-jährige Geschichte zurückblicken, so können wir das nur, weil ganz besonders ein Mann in unserem Verein sich keine Pause gegönnt hat - Wolfgang Heisterbach", teilen die Öttemicher Jecken mit. Heisterbach war viele Jahre ihr Vorsitzender.

Mit Ende der Session 2010/11 verabschiedete er sich aus dem Vorstand. "Sein Ziel war es, Tradition und Brauchtumspflege als tragende Säule des Karnevals zu bewahren", so Nicolaus. Es sei Heisterbach zu verdanken, dass der Öttemicher Karneval nicht mehr aus dem Leben der Ittenbacher wegzudenken sei. "Unermüdlich und mit großem Einsatz galt seine Arbeit immer dem Ansehen des Vereins." Dafür erhielt Heisterbach die Ehrennadel der Öttemicher und den Dankorden des Festausschusses Siebengebirge.

"Was immer eingekauft, erledigt und verschickt werden musste, Wolfgang Heisterbach stand mit Rat und Tat zur Seite und erledigte es flink und zuverlässig", teilte der VVS am Donnerstag in einem Nachruf mit. 2008 hatte er die besonders zeitintensive Aufgabe der ehrenamtlichen Betreuung des Grillplatzes am Nasseplatz übernommen.

Nicht selten hatte er dabei zwischen zwei und drei Stunden Arbeit, um die Veranstaltungen vor- und nachzubereiten. "Dieses immense Maß ehrenamtlicher Arbeit und seine große Hilfsbereitschaft hatten ihm zahlreiche nette Kontakte und die Anerkennung vieler zufriedener Besucher eingebracht", so der VVS. Die Vereinsleitung sowie die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter seien sehr traurig über seinen plötzlichen Tod. "Er hinterlässt eine große Lücke."

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