Entenzüchter in Thomasberg: Immer dem Schnabel nach

Entenzüchter in Thomasberg : Immer dem Schnabel nach

Sie sehen aus wie kleine gelb-braune Wattebällchen: Neun Mandarinenten-Küken sind seit Mittwoch im Gartenteich der Familie Cornelsen in Thomasberg zu Hause. Und das ist nicht der einzige Nachwuchs, über den sich Hobby-Entenzüchter Fabian Cornelsen freut.

Auch das erste, frisch geschlüpfte Brautenten-Junge hat schon seinen Minischnabel über die Luke im Entenhaus geschoben. Und zuvor hatte bereits ein Stockenten-Pärchen für einen ganzen Schwung Spielkameraden gesorgt. Letztere paddeln allerdings noch in langer Reihe dicht hinter der Mama her, während die winzigen Mandarinentchen schon unternehmungslustig auf eigene Faust das Gewässer erkunden. „Die sind von Anfang an viel mutiger als die Stockenten“, schmunzelt Fabian Cornelsen.

Seit 30 Jahren lebt die Familie in Thomasberg und ebenso lange bekommt sie regelmäßig Besuch von Stockenten, die auf dem idyllischen Gartenteich ihre Jungen zur Welt bringen. Da die wildlebenden Wasservögel allerdings schon nach wenigen Tagen das Weite suchen, entschied sich Sohn Fabian vor einigen Jahren, zwei Zierenten-Pärchen als Dauerbewohner anzusiedeln.

Da der Hobby-Züchter deren Nachwuchs aber nicht kupiert, also flugunfähig macht, ziehen die kleinen Enten im Alter von etwa zwei Monaten hinaus in die Welt. Viele kehren jedoch immer wieder an den Ort ihrer Kindheit zurück: Die Mandarinenten-Mama, deren Nachwuchs am Mittwoch aus dem Ei geschlüpft ist, hat 2013 ebenfalls hier das Licht der Welt erblickt.

Mandarin-Enten schwimmen in Königswinter

Die Mandarinenten stammen ursprünglich aus Asien, sind allerdings dort vom Aussterben bedroht. Die Brautenten kommen aus Nordamerika. Züchter Cornelsen: „Die männliche Mandarinente gilt als die schönste Ente der Welt, die männliche Brautente halte ich persönlich für die zweitschönste.“

Dass der Gartenteich der Cornelsens ein paradiesischer Ort ist, hat sich in Vogelkreisen offensichtlich herumgesprochen: Am Freitag schaute auch eine vierköpfige Wildgansfamilie vorbei, die das schöne Wetter zu einem Ausflug in die Thomasberger City genutzt hatte: Immer dem Schnabel nach ging's über die Siebengebirgsstraße. Hier watschelten sie unserem Fotografen direkt vor die Linse. Wie die Gänsefamilie später den Weg in den Garten gefunden hat, bleibt ihr Geheimnis.

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