Hotel Petersberg: Heiko Maas hält Rede bei Wiedereröffnung

Festrede von Außenminister Heiko Maas : So lief die Eröffnung des Hotels auf dem Petersberg

Das Grandhotel auf dem Petersberg in Königswinter ist am Montagabend wiedereröffnet worden. Zahlreiche prominente Gäste nahmen an den Feierlichkeiten teil. Auch Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) war gekommen.

Das geschichtsträchtige Hotel auf dem Petersberg in Königswinter erstrahlt in neuem Glanz. 70 Planer haben sich die Gestaltung überlegt, 90 Firmen und 1300 Handwerker und Arbeiter setzten die Ideen und Pläne schließlich um: Das Grandhotel & Spa Petersberg ist nach rund zweieinhalbjährigen Sanierungs- und Umbauarbeiten am Montagabend feierlich wiedereröffnet worden. Rund 600 Gäste waren zu dem Festakt geladen, darunter Polit- und Showprominenz wie Hugo Egon Balder, Wolfgang Bosbach und Norbert Röttgen.

„Der Petersberg gehört nicht zu den furchteinflößendsten Bergriesen, von seiner historischen Bedeutung würde er jedoch die Zugspitze übersteigen“, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas in seiner Festrede über den „eng mit der deutschen Geschichte verbundenen Berg“. Im Kaiserreich sei der Petersberg ein „Tummelplatz der Reichen und Gekrönten“ gewesen. Maas spielte zudem auf Konrad Adenauers Verhandlungen mit den Hohen Alliierten Kommissaren 1949, die Afghanistan-Konferenzen 2001, 2002 und 2011 und den im vergangenen Juli stattgefundenen Petersburger Dialog an. Er nannte den Petersberg „ein Stück deutsche Geschichte, die sich aufmacht in eine neue Zukunft.“

Verantwortlich für diese Zukunft ist das Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), dem die Immobilie gehört. Im Frühjahr 2017 war mit der Sanierung begonnen worden. Als erster Bauabschnitt wurde der Nordflügel angegangen, in dem sich auch die Rotunde und die Restaurants befinden. Die Bauphase dauerte rund ein Dreivierteljahr länger als geplant. Ein Grund war, dass im laufenden Betrieb saniert wurde. „Das waren hohe Anforderungen“, sagte Christoph Krupp, Sprecher des Bima-Vorstandes in seinem Grußwort. Ein Versottungsschaden im Küchenbereich und defekte Fallrohre waren nur zwei der 47 dokumentierten Bestandsschäden. Das wirkte sich auch auf die Kosten aus. Statt der ursprünglich kalkulierten 35,4 Millionen Euro kostete die gesamte Sanierung gut 40 Millionen Euro, eine Steigerung von rund 15 Prozent. „Es waren viele Geduldproben und Strapazen zu überstehen“, sagte Krupp.

Bereits die Planungsphase hatte sich rund ein Jahr länger hingezogen als vorher gedacht. Grund: Der neue Hoteldirektor Michael Kain hatte eigene Wünsche eingebracht. So wurde zum Beispiel die Galerie mit Blick auf den Drachenfels, in der früher Veranstaltungen stattgefunden hatten, zum Frühstücksraum für die Hotelgäste. Der Raum befindet sich unmittelbar unter der Präsidentensuite. Auch wurde im Rahmen der Planungen auf einen Wintergarten verzichtet. Der ebenfalls geplante Rundweg um den Petersberg musste aus ökologischen Gründen gestrichen werden.

Zahl der Hotelzimmer steigt von 99 auf 112

(Dieses Video gehört zu einer Kooperation von GA und WDR.)

Die Gäste bei der Eröffnung konnten bei einem Film, der im Salon Drachenfels gezeigt wurde, mehr über die Historie des Petersbergs erfahren, die Showacts genießen und sich bei Rundgängen im Hotel ein eigenes Bild von den Maßnahmen machen. Die Zahl der Zimmer hat sich durch Aufgabe von Versammlungsräumen und Büros von 99 auf 112 erhöht, das kleinste Zimmer ist 28 Quadratmeter groß, die Präsidentensuite misst 250 Quadratmeter. Die dominierenden Farbtöne der einheitlichen Farbgebung sind dabei Beige, Petrol und Braun. Vorstandssprecher Thomas Willms von der Steigenberger nannte die Maßnahmen einen „Meilenstein“ und lobte die Zusammenarbeit mit der Bima.

Der Spa-Bereich des Hotels wurde ebenso komplett neu gestaltet wie alle Restaurants und Bars. Ihre Namen sind eine Reminiszenz an die vielen berühmten Persönlichkeiten, die in dem Hotel zu Gast gewesen sind, wie Bills (Clinton) Restaurant oder Nelsons (Mandela) Piano Bar. Ferdinands Restaurant erinnert an den Petersberg-Erbauer Ferdinand Mülhens, der den Bau Ende des 19. Jahrhunderts errichten ließ. Der Salon Adenauer – bisher Salon Thüringen – trägt jetzt den Namen des ersten deutschen Bundeskanzlers. „Nach dem Atem der vergangenen Zeit spüren wir nun den Pulsschlag der Zukunft“, sagte Krupp. „Wir gucken voller Vorfreude nach vorne.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bilder von der Eröffnung des Hotels auf dem Petersberg

Mehr von GA BONN